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Oberkassel: Anwohner fordern mehr Schutz vor Baustellenlärm

Oberkassel : Anwohner fordern mehr Schutz vor Baustellenlärm

Seit acht Monaten werden die Anwohner mit erheblichem Lärm und Feinstaub der Baustelle Düsseldorfer Straße 189/Hectorstraße belastet. Weil sie das nicht länger hinnehmen wollen, haben sie die Bezirksvertretung um Hilfe gebeten. Auf Anfrage der Grünen, wann denn die Belastungen aufhören und warum nicht die Stadt, sondern der Bauunternehmer für ein Gutachten zum Thema Lärm und Staub beauftragt wurde, bekamen sie eine umfangreiche schriftliche Antwort.

Darin heißt es unter anderem, dass der Bauherr im Dezember 2014 schriftlich aufgefordert worden sei, entsprechende Messungen vorzunehmen. Das Gutachten sei am 19. Dezember vorgelegt worden und diene als Grundlage dafür, die von der Baustelle ausgelösten Emissionen zu mildern. Daraufhin seien emmissionsärmere Betonsägen eingesetzt worden. Das Umweltamt kontrolliere weiterhin die Bauarbeiten.

Das bezweifelt Anwohner Alexander Bierholz. "Das Wort weiterhin setzt voraus, dass sich das Umweltamt um die Baustelle gekümmert hat." Aber bis auf die Sätze "alles geschieht im rechtlichen Rahmen", und "der Bauträger wurde mit einer Lärmmessung beauftragt, hat das Umweltamt nichts für uns unternommen." Außerdem sei den Anwohnern eine Einsicht in die Baugenehmigung verweigert worden. "Ich weigere mich deshalb, jegliche Unterstützung durch städtische Verwaltungsbehörden zu bestätigen", sagt Bierholz verärgert. Auch die Aussage der Verwaltung, dass das umfangreiche Rammen der Betonmauern so lange gedauert habe, weil niemand mit der für ein dreigeschossiges Bürogebäude ungewöhnlich starken Bauweise gerechnet habe, lässt Bierholz nicht gelten. "Es kann doch nicht sein, dass die beteiligten Unternehmen, Architekten, Bau- und Umweltamt nicht bemerkt haben sollen, dass das Gebäude eine solide Bauweise besitzt." Die Anwohner vertrauen auch nicht darauf, dass das Gröbste nun beendet ist.

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"Inzwischen sehen wir uns durch eventuell bevorstehende Mietminderungen konfrontiert", sagt Bierholz. "Und meine Mutter hat erhebliche gesundheitliche Probleme mit den Ohren." Er sehe sowohl die Stadt als auch den Bauträger weiterhin in der Pflicht, endlich zu handeln.

(RP)