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Anschlussstelle Heerdter Dreieck in Düsseldorf-Heerdt: SPD will Lärmschutz für B7

Politik in Düsseldorf : SPD im Linksrheinischen will Lärmschutz für die B7

Derzeit wird das Heerdter Dreieck ausgebaut. Mit den ersten Arbeiten wurden in der Sackgasse der Neuwerker Straße Büsche und Pflanzen entfernt. Seitdem klagen Anwohner über mehr Lärm. Das ist ein Thema in der Sitzung der Bezirksvertretung.

Zu ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl kommt die Bezirksvertretung 4 (Oberkassel, Niederkassel, Lörick und Heerdt) am Mittwoch, 26. August, zusammen. Das Gremium trifft sich um 15 Uhr in der Aula des Cecilien-Gymnasiums an der Schorlemerstraße 99. Im Rathaus in Oberkassel konnte mit der vollen Besetzung nicht der Mindestabstand gewährleistet werden. Lang ist die Tagesordnung diesmal, 35 Punkte müssen die Politiker abarbeiten, unter anderem über einen Bauantrag zur Errichtung einer Interims-Containeranlage für Klassen des Comenius-Gymnasiums entscheiden. Außerdem stehen verschiedene Anfragen auf dem Programm, etwa zum Lärmschutz an der Bundesstraße 7.

Warum fordert die SPD Lärmschutz an der B7? Das Heerdter Dreieck wird derzeit umgebaut. Dabei wurden in der Sackgasse Neuwerker Straße, die an den Vodafone-Campus angrenzt, Büsche entfernt. Anwohner klagen seitdem über eine deutliche Lärmsteigerung, zudem fürchten sie, dass spielende Kinder zu leicht auf die Bundesstraße gelangen. Auch wenn die Straße Flüsterasphalt erhalten habe, „Kostenpflichtiger Inhalt lässt sich eine Lärmmehrbelastung insbesondere für die Anwohner der Neuwerker Straße erahnen“, schreibt die SPD in ihrer Anfrage. Unter anderem, weil die Auffahrt zu dem neuen Knotenpunkt nähergerückt sei. Ein Teil des Grundstücks entlang der B7 gehört einem Düsseldorfer Unternehmen, das bereits Planungen für einen Büroriegel skizziert hatte, der als Lärmpuffer dienen könnte. Die SPD bittet nun die Verwaltung, Kontakt zu diesem Unternehmen aufzunehmen, um mögliche Planungsszenarien in Erfahrung zu bringen. Zudem fragt die Fraktion nach den Kosten für eine Lärmschutzwand, sollte es keine Planungen für ein Büro geben.

Was passiert am Comenius-Gymnasium? Der Schulstandort an der Hansaallee soll von vier auf fünf Züge erhöht werden. Dafür baut die Stadt ein zusätzliches Gebäude. Im Zuge dieser Arbeiten müssen einzelne Klassen phasenweise in eine Container-Anlage umziehen, die auf dem Schulhof im Bereich des Volleyballfeldes aufgestellt wird. Die Container werden zweigeschossig errichtet, außerdem soll in einem eingeschossigen Komplex ein Kiosk untergebracht werden. Weil die Anlage zum Teil außerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche liegt, muss die Politik einer Befreiung zustimmen. Da die Container befristet aufgebaut werden, sollte aber nichts dagegensprechen. Einzig der Baum, der gefällt werden muss, könnte für Unzufriedenheit sorgen.