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Oberbilk: Zehn Monate Haft für Messer-Angriff

Oberbilk : Zehn Monate Haft für Messer-Angriff

Nach einer Schlägerei stach ein 22-Jähriger mehrfach auf seinen Gläubiger ein.

Das wollte der Angeklagte nicht auf sich sitzen lassen: Im Juli war der 22-Jährige im Geschäft eines Bekannten in der Linienstraße, um ihm zu sagen, dass er ihm seine Schulden nicht zurückzahlen könne. Dieser soll im darauf folgenden Streit auf den jungen Mann eingeschlagen haben, unter anderem mit einem Knüppel. Der Angeklagte verließ den Laden und kehrte mit einem Messer zurück, attackierte den Mann und stach ihm mehrere Male in den Arm. Sein Opfer erlitt dabei Verletzungen an einer Sehne und soll seitdem den Daumen nicht mehr bewegen können. Der 22-Jährige räumte diese Taten ein, vor Gericht kam jedoch auch der vorhergehende Streit mit seinem Gläubiger zur Sprache. Bei der Urteilsverkündung trug der Angeklagte einen Verband am Arm. Eine Verletzung, die ihm das Opfer vor den Messerstichen beigebracht haben soll.

Er habe ihn mit der Faust geschlagen und dann zu einem Knüppel gegriffen haben. Mit diesem habe er ihm auf die Hand geschlagen, die der Angeklagte schützend vor sich hielt. Fotos vom Abend der Tat zeigten ihn mit zerrissenem T-Shirt, das bei der Rangelei zerfetzt worden sein soll. Nachdem der 22-Jährige den Laden verlassen hatte, soll er mit einem "längeren Küchenmesser" zurückgekehrt sein. Mit mehreren Stichen verletzte er seinen Gläubiger am Arm und floh dann vor ihm und mehreren Bekannten, die dieser zu Hilfe gerufen hatte. Dass der Angeklagte vollständig aussagte und somit dem Gericht eine Anhörung der mehr als 20 beteiligten Personen ersparte, rechnete dieses ihm positiv an. Da er aber bereits mehrfach wegen Diebstählen vor Gericht stand - und die gefährliche Körperverletzung eine "Überschreitung der bisherigen Taten sei - verurteilte die Richterin ihn zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe.

(RP)