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Wissenschaft in Düsseldorf-Oberbilk: Kinder machen Teebeuter-Experiment

Experimente in Düsseldorf : Kinder helfen mit Teebeutel-Experiment der Wissenschaft

Die Brüder Hannes und Moritz haben bei der „Expedition Erdreich“ mitgemacht. Sie haben im Garten mehrere Teebeutel vergraben, um herauszufinden, um welche Bodenart es sich habdelt und in welchem Zustand der Boden ist. Die Ergebnisse schicken sie an eine Datenbank.

Hannes und Moritz verbuddeln sechs Teebeutel in ihrem Garten. Drei mit Roibusch, drei mit grünem Tee. Sie bestimmten den pH-Wert des Bodens, zählen die Würmer, Spinnen, Insekten und fühlen mit ihren Händen die Erde, um herauszufinden, um welche Bodenart (Sand, Schluff, Ton, Lehm) es sich handelt. Dieses Prozedere wiederholen die Jungs einen Tag später im ländlichen Umfeld bei der Großmutter in Kaarst. Moritz und Hannes machen beim Wissenschaftsjahr 2020/21 Bioökonomie mit und haben sich auf die „Expedition Erdreich“ begeben. Bei ihrem Experiment beschäftigen sich die beiden Grundschüler mit dem Teebeutel-Index.

„Die Jungs hatten viel Spaß. Und auch für uns Eltern war es lehrreich“, resümiert Mutter Anne Abel. Damit ist es aber noch lange nicht getan, denn nach drei Monaten sollen die Teebeutel wieder ausgegraben und die Veränderungen in der Bodenqualität notiert werden. Das ist aber alles nicht nur ein Kinderspiel oder zur zusätzlichen Bespaßung der Jungs während der Corona-Krise gedacht. Vielmehr ist es im Rahmen der „Citizen Science“-Initiative ein bundesweites Projekt mit wissenschaftlichem Anspruch.

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Gesunde Böden sind vielfältig, wertvoll und vor allem extrem wichtig. Sie sind Lebensraum für Pflanzen und Tiere, sichern unsere Nahrungsmittelproduktion, filtern Schadstoffe aus unserem Trinkwasser und spielen eine große Rolle für den Erhalt der Artenvielfalt und für das Klima.

Um den Zustand der Böden bewerten und sie in Zukunft nachhaltiger nutzen zu können, werden zahlreiche Daten aus ganz Deutschland benötigt. Die Ergebnisse der Expedition werden auf einer Website hochgeladen, gesammelt, analysiert und in eine europäische Datenbank eingespeist, um von Wissenschaftlern für die auf dem Teebeutel-Index basierende Verbesserung von Boden- und Klimamodellen verwendet zu werden.

„Wir sind total gespannt, was nach drei Monaten rauskommt“, sagt Anne Abel. „Wir werden jetzt schon mehr darauf achten, welche Pflanzenarten auf welchem Boden besser wachsen.“

Zudem will sie die Informationen zur „Expedition Erdreich“ auch an die Schule ihrer Söhne weiterleiten. „Bis auf das Lackmuspapier zur Bestimmung des pH-Wertes dürfte in jeder Grundschule alles vorhanden sein, was man für die Experimente benötigt“, sagt die Oberbilkerin.

Infos www.expedition-erdreich.de