Verein Akki in Oberbilk : Schon gehört?

Im Akki dreht sich zurzeit im großen Aktionsraum alles um die Themen Musik und Geräusche. Kinder können 25 selbstgebaute Instrumente ausprobieren und an Geräuschkonzerten teilnehmen.

Mika und Teomann sind kaum zu halten. Sie drehen an der Geräuschorgel, rufen ins Echogerät, und auch wenn sie beim Flaschenflöten etwas nass werden, macht ihnen das gar nichts aus. Im großen Aktionsraum des Vereins Akki (Aktion & Kultur mit Kindern) dreht sich derzeit alles um Musik und Geräusche. Bis Ende Februar haben Kinder mit ihren Familien noch Gelegenheit, die interaktive Ausstellung zu besuchen, bei der 25 selbstgebaute Instrumente, Objekte und Installationen ausprobiert werden können. Allesamt erzeugen sie Geräusche, mal schrille, mal ruhige, mal dumpfe, mal helle.

Kindgerecht haben Georg Frangenberg und seine Mitarbeiter die Ausstellung mit dem Titel "Schon gehört?" zusammengestellt. Sie wollen "die Sinne schärfen und die Möglichkeiten des Ausdrucks fördern", sagt Frangenberg, der selbst als Objektbauer an den Installationen aktiv geworden ist.

Ein Highlight im Rahmen der Ausstellung war am vergangenen Sonntag das Geräuschkonzert mit Musiker Robby Göllmann. Im Nebenraum der Ausstellung hat er im Publikum Geräusche und kurze Sätze der Kinder gesammelt und diese dann auf der Bühne mit elektronischer Musik untermalt. Alles, was er dazu benötigte, war ein iPad mit einem entsprechenden Sampleprogramm. Was den Kindern zum Beispiel zum Thema Liebe und Freundschaft eingefallen war, hat er damit aufgenommen. Schon nach wenigen Minuten war es mit Musik über die Lautsprecher zu hören. Kinder und ihre Eltern waren begeistert.

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Der Verein Akki versteht sich als außerschulischer Lernort für kulturelle Bildung, besonderer Wert wird dabei auf interaktive und multimediale Projekte gelegt. Die dynamische Selbstbildung der Kinder steht dabei im Vordergrund. Bereits vor acht Jahren hat es im Akki eine vergleichbare Aktion rund um die Themen Musik und Geräusche gegeben. Nun sei mitunter die Technik angepasst worden, erklärt Georg Frangenberg.

Die interaktive Ausstellung, die seit dem 6. November läuft, erfreut sich großer Beliebtheit. Viele Kitas und Schulen haben sich bereits angemeldet, inzwischen gibt es für Gruppenbesuche schon eine Warteliste. Familien könnten hingegen jederzeit vorbeikommen, häufig sei es sogar so, dass Kinder nach dem Besuch mit der Kita so begeistert sind, dass sie am Wochenende noch einmal mit ihren Familien in die Ausstellung kommen.

Georg Frangenberg sieht die Mitmach-Ausstellung mit überdimensionalem Xylofon, Rhythmusverstärkern und Schallrohren als Beitrag zur musikalischen Früherziehung, der Bedarf dafür sei da. Jedenfalls soll die Ausstellung animieren, das genaue Hinhören soll erlernt und die verschiedenen Töne unterschieden werden. Wer sich auskennt mit Geräuschen und den unterschiedlichen Klangeigenschaften, kann Töne und Musik dann selber nutzen.

Mikas Eltern Miriam und Max sind begeistert von den Möglichkeiten, die die Ausstellung dem Sohn und dessen Freund bietet. Die interaktiven Aktionen seien wertvolle musikalische Erlebnisse für die Jungen. Beim Geräuschkonzert waren die beiden Fünfjährigen eifrig mit dabei, in der Ausstellung dann gab es kein Halten mehr, alles wollten sie ausprobieren. Besonders beliebt war das eigene Echo in der Hallkammer.

(RP)