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Rhingschiffer rocken Pfarrsaal in Düsseldorf-Oberbilk

Karneval in Düsseldorf : Rhingschiffer rocken den Pfarrsaal

Die Band hebt die Nähe zum Publikum bei der Sitzung der KG Lot Jonn hervor. Die Besucher lassen sich von der guten Laune anstecken und schunkeln ausgelassen.

Ein wenig verschwitzt und sehr durstig kommt Willi Hamacher von der Bühne des Pfarrsaals St. Josef in Oberbilk. De Rhingschiffer haben bei der Sitzungsparty der KG Lott Jonn wieder alles gegeben und den ausverkauften Saal zum Kochen gebracht. „Wir entscheiden immer spontan, was wir spielen. Das hängt oft vom Alter des Publikums ab. Heute Abend werden wir eher ruhigere Lieder spielen“, sagte Hamacher noch vor dem Auftritt. Davon war allerdings nichts zu merken. „Wir haben gesehen, was im Saal los ist und einfach mehr Gas gegeben“, lacht der Musiker.

Seit 2014 begeistert die Band die Karnevalisten mit ihrer mitreißenden Musik. „Wir haben uns aus einer Bierlaune heraus gegründet und wollten mal schauen, ob es noch klappt. Und wir scheinen das gut gemacht zu haben“, erzählt Hamacher. So gut, dass das diesjährige Mottolied aus der Feder der Rhingschiffer kommt. „Das haben wir natürlich mit dabei. Dafür bucht man uns ja.“ Sicherlich sei es ein Unterschied, ob man in einem kleinen Pfarrsaal oder in einer großen Halle spielt. „Hier ist man näher an den Leuten dran und es ist einfacher. Bei einer großen Location legt man das Hauptaugenmerk eher auf die Performance“, findet Hamacher. „Wir haben aber beides gerne. Wenn wir keinen Spaß hätten, würden wir es auch nicht machen, denn reich wird da keiner von. Man braucht dafür ganz viel Herz.“

Und die Leidenschaft kommt beim Publikum an. Steffi Krause hält es nicht auf ihrem Platz. Sie singt und tanzt ausgelassen. „Musik auf Platt finde ich toll. Das Brauchtum muss erhalten bleiben und hier fühle ich mich so richtig als Düsseldorferin. Heute Abend ist super. Ich hatte nicht mit so guten Bands gerechnet“, sagt sie.

Mit den guten Bands meint sie auch The Jolly Family, die mithilfe des Saals, ohne Musik im Hintergrund, noch lauter war als mit. „Da hatten wir einen Technikausfall“, erklärt Vize-Präsident Herbert Peil. „Nach der Renovierung des Saals sind wir die ersten, die hier feiern. Da funktioniert noch nicht alles perfekt.“ Er ist zufrieden mit dem Abend. „Obwohl wir nur eine kleine KG mit nicht so großem Budget sind, haben wir tolle Künstler.“