Düsseldorf: Düsselgrün will diese Saison noch an der Haifastraße bleiben

Düsseldorf: Düsselgrün will diese Saison noch an der Haifastraße bleiben

Im vergangenen Jahr rang die Gruppe um den Gemeinschaftsgarten "Düsselgrün" um ihren Standort. Damals gelang es, die Nutzung des Grundstücks an der Haifastraße/Ecke Eintrachtstraße fortzusetzen. Nun müssen sich die Gärtner zwar nach einer neuen Fläche umsehen, können aber auch noch die Vegetationsperiode 2015 an der Haifastraße bleiben. "Wir bleiben noch die Saison hier. Das ist das Ziel", sagte Anika Füger von "Düsselgrün" beim Frühlingsfest.

Damit ist zwar die mittelfristige Zukunft noch offen, aber die Planungssicherheit für diese Periode ist gegeben. Der Kontakt zur Stadt, der das Grundstück gehört, ist inzwischen so gut, dass sogar Oberbürgermeister Thomas Geisel mit seiner Frau Vera beim Frühlingsfest von "Düsselgrün" vorbeischaute und sich mit den Gemeinschaftsgärtnern längere Zeit unterhielt.

Bei dem Fest waren alle Freunde und Unterstützer des Projekts, das sich auch um seltenes und ausgefallenes Saatgut bemüht, zu Kaffee, Limonade und Kuchen zusammengekommen. Besucher bekamen einen Quadratmeter Bienenweide in Form einer Saatgutmischung geschenkt. Darin sind knapp 40 Pflanzenarten enthalten: etwa Borretsch, Rittersporn, Sonnenblumen oder Malve. Damit soll Honigbienen etwas Nahrung angeboten werden, die im Sommer wegen mangelnder Blühflächen immer schwerer etwas finden. "Honigbienen sind für unser alle Leben auf der Erde unersetzlich", heißt es auf dem Samentütchen. Im offenen Gemeinschaftsgarten blühte die Bienenweide im vergangenen Jahr bis November.

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Eine ähnliche Gelegenheit bot "Düsselgrün" seinen Gästen mit dem Bauen von Samenbomben. Dabei werden verschiedene Samen eingewickelt und können so praktisch überall abgelegt werden. "Die wirft man in Verkehrsinseln oder Blumenkübeln", erklärte Anika Füger. Solche Samenbomben gebe es teuer im Internet zu kaufen - oder "man macht sie günstig selbst".

Im Garten selbst blicken schon die ersten Auberginenpflanzen aus der Erde, die das Team bereits im Februar herangezogen hat. Ziel aber sind keine standardisierten Supermarkt-Auberginen, sondern erheblich ausgefallenere Sorten.

(her)
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