Düsseldorf: Songslam in der Christuskirche sorgt für Überraschungen

Musiker-Wettbewerb in der Christuskirche : Songslam sorgt für Überraschungen

Der Wettbewerb für Musiker in der Christuskirche bot der Publikums-Jury Premieren und Künstler aus Düsseldorf, Bad Hönningen und Hamminkeln. Clara Clasen aus Bonn setzte sich am Ende durch.

Es war ein knallharter Wettbewerb, der Überraschungen bereithielt. Der 15. Songslam war der bisher größte seiner Art. In der Christuskirche in Oberbilk stellten sich insgesamt sieben Musiker, zwei Duos und drei Einzelkünstler, den kritischen Ohren des Publikums. Singer-Songwriter Timo Brandt musste sich schon in der Vorrunde aus dem Wettbewerb verabschieden, Clara Clasen aus Bonn gewann schließlich den Contest.

In der Vorrunde hatten alle je acht Minuten Zeit ihre eigenen Kompositionen vorzustellen. Anschließend stimmte das Publikum darüber ab, welche drei Acts die Zwischenrunde erreichten. Und da gab es bereits die erste Überraschung. Der Singer-Songwriter Timo Brandt schied bereits in Runde eins aus. „Timo war nicht zum ersten Mal dabei. Er hat sogar schon gewonnen“, wunderte sich auch Moderator Helge Goldschläger. „Aber es zählt einfach der individuelle Musikgeschmack des Publikums.“

„Wir versuchen den Leuten immer etwas Neues zu zeigen und Düsseldorfer Künstlern eine Bühne zu geben. Deshalb sind im Line-up auch Acts aus Hamminkeln, Bad Hönningen, Bonn und Düsseldorf dabei“, so Goldschläger. Diesmal gab es mit dem Düsseldorfer Duo „Pauly“ (Adrian Jokisch, Chris Kreymborg) eine dreifache Weltpremiere. „Wir haben noch nie an einem Songslam teilgenommen, haben noch nie als Duo ohne Bandunterstützung gespielt und es ist das erste Mal, dass wir unsere deutschen Lieder öffentlich vorstellen“, verriet Jokisch vor der Vorrunde. „Der Reiz ist, dass man so nah dran ist, dass alle erkennen, wie man atmet.“ Logisch, dass sich da Lampenfieber breit machte und die beiden sicherheitshalber noch im Backstage-Bereich die Akkordabläufe checkten.

121 Songslam-Juroren, gemeinhin als Publikum bezeichnet, schmissen Brandt und Ijaz Ali in Runde eins raus, ließen „Pauly“, „Jagular“ (Charlotte Jescke, Jan Becker) und Clara Clasen, die Solokünstlerin mit der manchmal mächtigen Stimme aus Bonn, in Runde zwei einziehen. Am Ende setzte sich Clasen durch. „Natürlich bin ich enttäuscht, schon in der Vorrunde rauszufliegen. Aber es ist eine grandiose Veranstaltung. Ich komme wieder“, kündigte Ali an. Ob das schon beim 16. Songslam sein wird, ist allerdings fraglich.

Ziemlich sicher aber wird Zuhörer Tommi Kirchmann da sein. „Ich war das erste Mal beim Songslam und ärgere mich, dass ich nicht schon früher dabei war“, urteilte Kirchmann. Er dürfte sich den nächsten Songslam-Termin, den ersten Dienstag im November, erneut in der Christuskirche
(Kruppstraße 11), notiert haben.

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