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Düsseldorf-Oberbilk: Bar-Mitarbeiter missachtet Corona-Regeln und muss vor Gericht

Corona in Düsseldorf : Bar-Mitarbeiter missachtet Corona-Regeln und muss vor Gericht

Die Shisha-Bar stand wegen eines Verstoßes bereits unter Beobachtung. Doch der 31-Jährige soll trotzdem Freunde zu einer illegalen Party eingeladen haben. Das ist der erste Fall, der vor dem Amtsgericht in Düsseldorf verhandelt wird.

In einem ersten Prozess wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung verhandelt das Amtsgericht am Mittwoch ab 12.30 Uhr gegen einen 31-Jährigen. Als Mitarbeiter einer Shisha-Bar in Oberbilk hatte er Freunde Ende März angeblich zur illegalen Shisha-Party geladen. 4000 Euro Buße soll ihn das jetzt kosten. Aber dagegen legte er Protest ein. Es sei alles nur ein großes Missverständnis, ließ er die Richterin wissen.

Am 20. März war die Shisha-Bar bei Mitarbeitern des Ordnungsamts erstmals wegen Nicht-Einhaltung von Corona-Beschränkungen aufgefallen. Zunächst wurden Inhaber und Mitarbeiter lediglich verwarnt. Sechs Tage später trafen die Kontrolleure kurz vor Mitternacht aber erneut auf ein Feier-Grüppchen im Lokal. Fünf Personen versuchten zu flüchten, als die Ordnungshüter kamen. Die Kontrolleure notierten, dass diverse Wasserpfeifen sowie alkoholische Getränke herumstanden, im Ofen glühte Shisha-Kohle. Als Verantwortlicher verfügte der 31-jährige Mitarbeiter über einen Schlüssel der Bar – und wies alle Vorwürfe zurück. Er habe – da die Bar nach der ersten Verwarnung sofort jeglichen Betrieb eingestellt habe – in dieser Nacht im Lokal nur „nach dem Rechten sehen wollen“. Beim Aufräumen, bei Routinearbeiten und dem Aussortieren von Waren sei er aber plötzlich von Freunden besucht worden. Sie hätten ihm bloß „Hallo“ sagen wollen, er habe ihnen aber keine Getränke serviert und auch keine Shisha angeboten. Also habe es keinerlei Publikumsverkehr gegeben und keinen Verkauf von Waren. Wegen der nächtlichen Nachkontrolle der Ordnungshüter sei er aber „in Panik geraten“, habe flüchten wollen, weil er gewusst habe, dass die Bar nach der ersten Ermahnung unter Beobachtung stand.

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Laut Corona-Schutzverordnung können bei Verstößen Bußgelder bis zu 25.000 Euro fällig werden. Doch betonte der 31-Jährige, dass er ein Bußgeld von 4000 Euro jetzt nicht aufbringen könne. Inzwischen sei er arbeitslos und verfüge über kein Einkommen.