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Corona-Schutz: Ordnungsdienst räumt Kneipe in Düsseldorf-Oberbilk

Coronaschutz in Düsseldorf : Ordnungsdienst räumt Kneipe in Oberbilk

Drei Gäste versteckten sich im Klo, als die Ordnungskräfte ins Lokal kamen, andere flüchteten. In der Kneipe wurde nicht nur gegen die Coronaregeln verstoßen.

Anwohner hatten sich am Donnerstag über das Benehmen einiger Kneipengäste in Oberbilk beim städtischen Ordnungs- und Servicedienst der Landeshauptstadt (OSD) beschwert. Der rückte gegen 23 Uhr aus, vor allem, weil es eigentlich im Lockdown gar keine Kneipengäste geben dürfte.

Zwei der Anwesenden ergriffen beim Eintreffen der Ordnungshüter denn auch direkt die Flucht, drei andere verschanzten sich im Klo und kamen erst heraus, als die Einsatzkräfte drohten, einen Schlüsseldienst zu holen.

Der hätte es nicht weit gehabt, denn weil der Kneipier dem OSD den Zutritt zu seinen Betriebsräumen beharrlich verweigerte, hatte bereits zuvor die Polizei die professionelle Öffnung dieser Türen veranlasst.

Die Geflüchteten wurden von der Polizei gestellt und durften erst nach Feststellung ihrer Personalien wieder gehen – wie alle anderen Gäste auch.

Am Ende standen neben den Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung auch noch etliche gegen das Gewerberecht und das Nichtraucherschutgesetz. Und ein Verfahren wegen illegalen Glücksspiels wird es wohl auch noch geben, der OSD versiegelte mehrere nicht genehmigte Spielautomaten. Wegen der strafrechtlich relevanten Verstöße wird die Polizei weitere Schritte einleiten.

Insgesamt hatte der OSD am Donnerstag 28 Einsätze im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung und leitete neben dem genannten Fall noch drei weitere Verfahren ein. Eins davon betrifft einen Kiosk in Unterbilk, dessen Gäste innerhalb der verboteten 50-Meter-Zone ihren Kaffee tranken, ein anderes gilt einer Gruppe, die in Pempelfort gegen die Kontaktbeschränkungen verstieß, und schließlich wurde in der Altstadt noch ein Maskenverweigerer verwarnt.

Seit dem 18. März hat der OSD in 9349 die Coronaschutzmaßnahmen durchsetzen müssen. Mehr als 13.000 Bürgerhinweise sind seitdem in idesem Zusammenhang in der Leitstelle eingegangen

(sg)