Niederkassel : Stadt repariert Absenkung

Über Jahre bat Familie Merten um eine Lösung. Jetzt ging alles ganz schnell.

Glücklich waren Andreas Mertens Eltern und auch ein bisschen erleichtert, als sie aus dem Fenster schauten und die Bauarbeiter sahen. Nur wenige Tage nach dem Bericht in unserer Zeitung hat die Stadt gehandelt und sich um die Absenkung vor der Haustür der Familie gekümmert. Jahrelang schon suchten Heinz Merten und seine Frau Ruth Strahn-Merten Kontakt zur Stadt, weil sich, sobald es regnete, Wasser genau vor dem Eingang sammelte. "Dann kommt mal einer mit einem Schüppchen Bitumen", sagte Heinz Merten zuletzt, ein paar Tage habe er dann auch Ruhe gehabt, bis die Straße sich wieder bewegte, drei, vier Zentimeter und sich das Wasser darin sammelte.

Nur vorsichtig konnte das Paar dann aus dem Haus, manchmal spritzte das Wasser an die Fenster und bis an die Tür, die weiße Hausfassade ist - obwohl sie erst im letzten Jahr gestrichen wurde -, schon wieder ruiniert. Irgendwann versuchte Sohn Andreas Merten sein Glück - beim Amt für Verkehrsmanagement versprach man ihm eine schnelle Lösung. Die aber kam nicht. Bis jetzt. "Das Amt für Verkehrsmanagement hat gemeinsam mit der Stadtentwässerung die Straße ausgekoffert", sagt Volker Paulat von der Stadt. Das heißt, dass das Erdreich jetzt so verdichtet sein soll, dass die Straße nicht mehr absackt. "Die Stimmung war gut, meine Eltern reichten Kaffee", sagt Andreas Merten, der nun hofft, dass jetzt alles gut bleibt. Zwar wohnen die Mertens in einer Sackgasse, am Ende der Straße aber befindet sich eine Grundschule mit Sporthalle, die auch von Vereinen genutzt wird, und gegenüber liegt die Kita. "Viel Durchgangsverkehr", sagt Andreas Merten, der inzwischen auch noch mal mit einem Mitarbeiter beim Amt für Verkehrsmanagement gesprochen hat, "der mir sagte, dass man so nicht mit Bürgern umgehen darf", so der Niederkasseler.

Er ist jedenfalls froh, dass sich etwas getan hat und hofft, dass die Straße auch noch hält, wenn die Kirche abgerissen wird.

(RP)