Niederkassel: Schüler auf den Spuren eines Mörders

Niederkassel : Schüler auf den Spuren eines Mörders

In zwei Experimentier-Workshops erkundeten die Fünftklässler des Cecilien-Gymnasiums die Naturwissenschaften.

"Da ist eine Leiche!" Aufgeregt steht eine Gruppe von Schülern vor einem "polizeilichen" Absperrband. Die Jungen und Mädchen der 5. Klassen des Cecilien-Gymnasiums sind Teilnehmer eines naturwissenschaftlichen Workshops. Jedes Jahr gibt die Schule den Fünftklässlern die Möglichkeit, spielerisch in die einzelnen Bereiche der Naturwissenschaften hinein zu schnuppern. "Die Kinder sollen hier viel Zeit außer der Reihe zum Experimentieren bekommen", erklärt Biologie-Lehrerin Julia Juchems. "Dabei können sie Dinge, die sonst zu kurz kommen, erforschen." Damit solle dem natürlichen Forscherdrang der Kinder gerecht werden. Der Workshop "Dem Täter auf der Spur" folgt dem Trend erfolgreicher Fernseh-Serien wie "CSI" oder "Bones" und ist bei den Kindern sehr beliebt. "Doktor Knochenlieb" wurde in einem Museum tot aufgefunden. Die Aufgabe der Kinder ist es nun, die Leiche, dafür wurde eine lebensgroße Puppe präpariert, nach Hinweisen abzusuchen, diese auszuwerten und den Täter zu ermitteln. Ausgestattet mit einem Dienstausweis machen sich die Schüler an die Arbeit.

Tim, Kang-I, Ben und Alex werten an der "Station Nase" eine Geruchsprobe aus. Anhand von Vergleichsproben finden sie schnell den am Tatort verbrannten Stoff. "Ich finde Naturwissenschaften schon interessant. Sie sind aber nicht mein Hobby. Die Rätsel machen aber viel Spaß", meint Tim. Ben schließt mit dem Ergebnis der Untersuchung einige Verdächtige als Täter aus. "Die Geschichte mit dem Mord sind echt toll", findet er. An anderen Stationen untersuchen die kleinen Ermittler Fußabdrücke, bestimmen anhand von Maden den Todeszeitpunkt oder analysieren mit welchem Gift der Doktor getötet wurde.

Im Chemie-Bereich riecht es nach abgebrannten Streichhölzern. Die Teilnehmer des Workshops "Feuer und Flamme" lernen, wie man eine Öllampe baut und wie ein Feuerlöscher funktioniert. "Wir haben darauf geachtet, dass alles mit Alltagsmaterialien zu machen ist", berichtet Chemie-Lehrer Hans-Jürgen Schäfer. Er zeigt, wie aus Wasser, Backpulver und Essig ein Gas entsteht, mit dem man ein Feuer löschen kann. Sarah kann es nicht abwarten, das an einer Kerze auszuprobieren. "Das macht Spaß, ich mag Naturwissenschaften", sagt sie.

(RP)
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