Düsseldorf Niederkassel : Ceci-Schüler zeigen ihr musikalisches Können

Die jährliche Reihe „Ceci goes classic“ wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt. Zum nunmehr 18. Mal gaben Mädchen und Jungen des Cecilien-Gymnasiums und seiner Partnerschulen Kostproben ihres musikalischen Talents.

Wer klassische Musik auf hohem Niveau erleben möchte, muss nicht die großen Konzertsäle besuchen. Jedes Jahr lädt das Cecilien-Gymnasium zusammen mit ihren Partnerschulen, der International School in Kaiserswerth und der Internationalen Japanischen Schule in Niederkassel, zu ihrem musikalischen Abend „Ceci Goes Classic“ ein. Dort präsentieren begabte und geförderte Schülerinnen und Schüler ausgewählte Stücke aus ihrem Repertoire. Eine tolle Gelegenheit, junge Musiker zu erleben, die vielleicht mal die großen Bühnen erobern werden So wie die ehemaligen Ceci-Schülerinnen Danae und Kiveli Dörken, die als Pianistinnen viele Preise gewonnen und Plattenverträge erhalten haben.

Die Generalprobe für das Konzert wirkte sehr locker und stressfrei. Während Maria (15) und Alina (16) sich auf der Bühne mit ihrer Gesangslehrerin Justine Wanat warmsangen, hatten sich in der Aula kleine Grüppchen gebildet, die noch letzte Fragen klärten. Als die beiden Schülerinnen mit der Barcarolle aus Hoffmanns Erzählungen von Offenbach begannen, wollte man am liebsten die Augen schließen und nur noch genießen.

Gesang sei eher untypisch für die Klassik-Konzerte am Ceci, erzählte Musiklehrer Sebastian Schnabel. „Wir haben viel Klavier dabei, weil das Instrument sehr populär ist. Aber es ist schön, dass endlich wieder zwei Sängerinnen dabei sind“, sagte er. Ihre Ausnahmestellung machte die Mädchen schon ein wenig nervös. „Die Leute kommen hier rein und erwarten Klavier, und dann machen wir etwas anderes. Das ist schon besonders“, meinte Alina. „Wir haben beide schon eine Menge Bühnenerfahrung. Aber, wenn man vor so vielen Leuten singt, die man kennt, ist man nervöser“, setzte Maria hinzu.

Von Aufregung war bei Marc (14) noch keine Spur. „Das Konzert selber ist für mich eher eine Generalprobe“, erzählte er. „Ich spiele beim Gerd-Högener-Wettbewerb mit. Hier kann ich noch mal das aussagekräftigste Stück üben.“ Vor dem Auftritt wird er dann doch nervös sein. „Wenn man was gewinnen kann, bin ich am aufgeregtesten. Der Wettbewerb ist schon wichtig für mich.“ Trotzdem ist die Musik für ihn nur ein Hobby. Für Alina und Maria ist sie viel mehr. Beide möchten professionell singen. Und sollte das nicht funktionieren, sind sie sich sicher: „Die Musik bleibt immer Teil unseres Lebens.“

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