Düsseldorf Niederkassel : Nach französischer Art die Kugel schieben

Nach Übernahme der Dorfschänke durch das französische Restaurant L’Auberge St. Honoré wurde die alte Kegelbahn durch eine Boulebahn ersetzt.

(mgö) Das Rollen der Kugeln hat in der Niederkasseler Dorfschänke, die zur „L’Auberge St. Honoré“ geworden ist, Tradition. Über Jahrzehnte wurde auf der Kegelbahn Geselligkeit mit nostalgischem Charme gepflegt. Jetzt wird dort – dem französisch geprägten Gastronomie-Angebot von Emmanuel und Pascal Louvet entsprechend – geboult.

„Das haben wir schnell gelernt, es macht richtig Spaß“, sagen Alexander Hauff, Georg und Wolfgang Eiker, Christoph Gollak, Benedikt Schmittmann, Markus Shenouda und Thomas Weise. Michael Hallen und Heinz Meuser haben sich als Initiatoren für die Gründung des „1. Boule-Clubs Niederkassel“ stark gemacht: „Früher haben einige von uns gekegelt – jetzt versuchen wir uns am Boule-Spiel.“ Und das sei schnell zu lernen.

Die Kugeln – für den Innenbereich sind sie mit Sand gefüllt, laufen langsamer als die im Freien benutzten Stahlkugeln – müssen von den Teilnehmern der zwei Gruppen in die Nähe der hölzernen Zielkugel, des sogenannten „Schweinchens“ (Cochonnet), geschoben werden. „Andere dort platzierte Kugeln wegschieben und mit der eigenen Kugel so nah wie möglich drankommen – das ist das Ziel“, erklärt Georg Eiker. Einen Einsatz gibt es nicht: „Es geht um die Ehre – und um den Ehrgeiz.“ Die Herren-Gruppe freut sich auf die warme Jahreszeit: „Dann können wir auf der Bahn neben dem Weingarten spielen, das macht dann richtig Spaß.“

Die Bouler haben alle eine enge Verbindung zu Niederkassel, sind zum Teil hier in die Schule gegangen und kennen sich schon lange: „Wir können alle zu Fuß nach Hause gehen.“ Mit dem gesellig-sportlichen Abend im französischen Restaurant kommen auch Erinnerungen an die Jugend zurück. „Die ehemalige Dorfschänke ist eine Traditionskneipe. Hier haben sich alle getroffen und so soll das wieder werden. Deshalb unterstützen wir mit unserem Boule-Club auch die neue Gastronomie“, fassen Christoph Gollak und Alexander Hauff zusammen.

Der Club – jeden dritten Donnerstag im Monat wird geboult – hat zehn Mitglieder. „Wer Interesse hat, kann sich melden – aber die Warteliste ist lang.“

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