Niederkassel: Kunstwerke aus der Natur: Die Gärten Kyôtos

Niederkassel : Kunstwerke aus der Natur: Die Gärten Kyôtos

Dass Kyôto als eine der geschichtlich und kulturell bedeutendsten Städte Japans gilt, ist unbestritten. Schließlich gelten selbst die Gärten der alten Kaiserstadt für Touristen als Traumziele schlechthin und werden als "Mekka der japanischen Gartenkunst" gepriesen.

Dieser Bedeutung wird eine Ausstellung gerecht, die unter dem Titel "Die Gärten Kyôtos im Wandel der Jahreszeiten" im Eko-Haus der Japanischen Kultur, Brüggener Weg 6, zu sehen ist. Die Wanderausstellung ist eine Leihgabe des Japanischen Kulturinstituts in Köln. Sie bringt rund 50 Aufnahmen des für seine Landschaftsbilder ausgezeichneten Fotografen Mizuno Katsuhiko nach Niederkassel.

Die Fotografien beweisen, dass die Gärten von den Materialien leben, die die Natur bereithält. Pflanzen wie Kiefern, Buschwerk wie Azaleen, Felssteine und Sand, Kiesel und Wasser stellen sich selbst dar, Natur als wohlkomponierte Landschaft. Somit gilt ein japanischer Garten stets auch als die Darstellung einer Landschaft. Aber dabei geht es nicht um die Miniaturisierung des Gesehenen, sondern in der Regel um ein Herausarbeiten des Wesentlichen zu einem Bild.

Die im Eko-Haus zu sehenden Ansichten aus unterschiedlichen Jahreszeiten geben auch die unglaublich intensive Rotfärbung des Laubs im Herbst sowie mit schneebedeckten Gartendetails auch den Winter wieder. Beim Betrachten der harmonisch zusammengestellten Fotoauswahl wird sich der eine oder andere Betrachter an einen Besuch in Kyôto und die Gärten dort erinnern. Öffnungszeiten: bis 1. Juli. Dienstag bis Sonntag, 13 bis 17 Uhr

(mgö)
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