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Niederkassel: Fremde Tierwelten bei der Tonnengarde

Niederkassel : Fremde Tierwelten bei der Tonnengarde

Die Kindersitzung in der Aula des Comenius-Gymnasiums wird komplett durch die Eltern selbst auf die Beine gestellt.

"Zwei kleine Italiener, die lieben den Karneval!" Das Kindertonnenbauernpaar Orfeo und Fausta stimmen ihr Sessionslied an. Dass es dabei auch um Italien geht, ist kein Wunder, sind doch beide selbst halbe Italiener. Daher geben sie zum besseren Verständnis auch einen "kleinen jecken Italienisch-Crashkurs". So wird das Tonnenrennen zur "Corsa delle botti" und die Klompen werden zu "Zoccoli". Zusammen mit der Kindertanzgarde stimmen die Kinder-Tollitäten die Besucher in der Aula des Comenius-Gymnasiums schwungvoll auf ihre Kindersitzung ein. Kinderpräsident Florio Partenzi führt gekonnt durch das Programm.

Aufgeregt wuseln kleine Feen, Feuerwehrmänner, Superhelden und Prinzessinnen durch die Aula. Ihre Eltern sind mindestens ebenso fantasievoll gekleidet. Der Duft von Popcorn, frischen Waffeln und Kuchen erfüllt die Luft. "Wir machen das hier alles selber. Die Mütter backen und stehen am Buffet und die Väter sorgen für die Getränke", sagt Anja Schnigge. Mit einem abwechslungsreichen Programm sorgt die Tonnengarde dafür, dass die Kinder sich gut unterhalten. "Wir machen immer eine Mischung aus Zuschauen und Mitmachen. Die Kinder bleiben ja nicht lange auf ihren Stühlen", so Schnigge.

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Schon fest zum Unterhaltungsinventar gehört Clown JoJo. "Er kann mit den Kindern wunderbar interagieren", findet Anke Conti Mica, die Florio bei der Moderation unterstützt. Mit Zauberkunststücken fasziniert JoJo die kleinen Jecken, die noch etwas schüchtern sind und sich nicht trauen, ihm zu assistieren. Also muss Vater Dario Kristo ran. "Das hat der Papa gut gezaubert. Ich bin stolz auf ihn", urteilt Niklaus, der genau wie sein Vater als Batman verkleidet ist. "Wir sind zum ersten Mal hier", sagt Mama Tina Barth. "Und es ist toll."

Während sich viele Kinder im Saal noch mit Sackhüpfen vergnügen, stehen die Jungs der Kindertonnengarde schon an der Bühne. Neugierig beobachten sie den Aufbau großer Kisten, die in Tarnfarben gestrichen und mit Netzen versehen sind. Der Circus Merz & Pilini macht sich bereit für den Auftritt. Dieses Mal hat er etwas im Gepäck, das nicht nur die kleinen Zuschauer in den Bann schlägt. Freddy Torres aus den Niederlanden zeigt seine Reptilien-Show. "Ich zeige euch heute, dass man mit jedem Tier Freundschaft schließen kann", startet Torres seine Show. Thomas Merz schickt sicherheitshalber alle Kinder von der Bühne. Der Reptilienbändiger startet harmlos und präsentiert einen Leguan. Dann kommen die Schlangen. Eine Königspython, eine Boa Constrictor und eine Tigerpython, je größer die Tiere werden, desto lauter ist das Aufkreischen der Kinder. Trotzdem sind einige so mutig, sie anzufassen oder sie sich um den Hals legen zu lassen. Aufgeregt scharen sich auch die Erwachsenen um die Bühne, um den Reptilien mal ganz nah zu sein.

So nah wie Caroline Klein, die mit ihren Kindern die Veranstaltung besucht, wollen die meisten ihnen aber wohl nicht kommen. Ohne genau zu wissen, was sie erwartet, tritt sie auf die Bühne. Kurz darauf hat sie eine Vogelspinne auf der Hand. "Ich dachte, ich müsste eine Schlange anfassen. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich das wohl eher nicht gemacht. Das war ziemlich furchterregend", erzählt Klein von ihrer Erfahrung. Die kleinen Zuschauer aber sind restlos begeistert von der Show.

(RP)