Festzug und Parade in Niederkassel ein voller Erfolg

Schützenfest Niederkassel: Neuerungen kommen beim Publikum gut an

Schützen in Niederkassel feiern am Wochenende ein rauschendes Fest. Für das Königspaar heißt es nun, Abschied zu nehmen.

  „Es ist einfach schön, es stimmt alles, und auch das, was wir in diesem Jahr ganz neu initiiert haben, wie diesen Großen Zapfenstreich mitten im Ort, wird von den Menschen toll angenommen“, resümiert Marc Klement, zweiter Schützenchef in Niederkassel. Wie groß die Resonanz auf das Schützenfest in Niederkassel bei der Bevölkerung ist, zeigte sich bereits bei der Ansprache von Schützenchef Thomas Damm auf dem gemeinsamen Hof der Brennerei Schmittmann und der Brauerei Joh. Albrecht an der Niederkasseler Straße.

Nicht nur die Mitglieder der Schützenvereine, Reiter- und Tambourcorps hatten sich bei strahlendem Sonnenschein versammelt, auch zahlreiche Bürger applaudierten begeistert, als Marc Klement das diesjährige Pagenkönigspaar Nicolas Breci von den 3. Grenadieren und Vanessa Medzech vom Reitercorps krönte und darüber hinaus auch zahlreiche Ehrungen für Jubilare des Niederkasseler Schützenwesens vornahm.

Besonders herzlichen Beifall erhielten Josef „Jupp“ Nix für seine 65-jährige Mitgliedschaft bei der Gesellschaft Reserve sowie Hans Schnass, der seit 70 Jahren der St. Hubertus Kompanie die Treue hält. Nachwuchsprobleme scheint man jedoch in Niederkassel nicht zu kennen. Zwei Drei-Käse-Hochs, jeweils mit Namen Ben, sind erst vier Jahre alt und ziehen bereits Flöte spielend mit dem Tambour-Corps Niederkassel mit.

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Nach dem Großen Zapfenstreich zieht es Schützen und Gäste auf den Kirmesplatz an der Theodor-Heuss-Brücke. Wer es gemütlicher mag, genießt die frische Abendluft im Biergarten rund um die Schwarzwaldhütte, im Festzelt hingegen heizt die Partyband Porno al Forno den Hit-Ofen mit Tanzflächen-Klassikern der vergangenen 40 Jahre an. Und es dauert nicht lange, da herrscht in dem bestens gefüllten Festzelt trotz schweißtreibender Temperaturen allerbeste Feierstimmung.

Am Sonntagmorgen wird das linksrheinische Dorf traditionell vom Tambourcorps Niederkassel mit den Klängen des volkstümlichen Marsches „Freut Euch des Lebens“ geweckt, denn letztlich geht es auch darum, dass alle rechtzeitig zur Messe im Schützenzelt erscheinen. Für das amtierende Regimentskönigspaar Karl-Heinz und Walli Ropertz ist die Abnahme der imposanten Parade am frühen Nachmittag der letzte „Staatsakt“ ihrer Regentschaftszeit, auf die sie nun mit viel Freude zurückblicken. Ihre Nachfolger werden am heutigen Montag um 18 Uhr beim Regiments-Königsschuss ermittelt.

Umrahmt von Vertretern der Kirchen sowie der lokalen Politik lassen sich Walli und Karl-Heinz Ropertz ein letztes Mal von den winkenden Menschen am Straßenrand in Niederkassel feiern. Zahlreiche Musikgruppen, auch von außerhalb, beteiligen sich an der Parade bei der die Reitergruppen am meisten Bewunderung erhalten. Bewunderung gebührt jedoch auch den stets korrekt uniformierten Schützen, die sich im Gegensatz zu den in kurzärmeligen Hemden aufspielenden Musikern keine Marscherleichterung gönnen wollen. „Tradition verpflichtet eben“, ruft ein Schütze – und erhält Zuspruch von den Zuschauern am Straßenrand.

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