Niederkassel: Die Dorfschänke macht morgen das letzte Mal auf

Niederkassel : Die Dorfschänke macht morgen das letzte Mal auf

Das Insolvenzverfahren gegen die Betreibergesellschaft vor dem Amtsgericht wird wie geplant am 1. Juni eröffnet.

Die Dorfschänke in Niederkassel wird morgen, 27. Mai, noch ein letztes Mal normal öffnen und danach erst einmal seine Pforten schließen. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen des bisherigen Betreibers, die Drunken Sailor GmbH, wird dann wie geplant zum 1. Juni vor dem Amtsgericht Düsseldorf offiziell eröffnet, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Holzmann von der Kanzlei CMS mitteilt. Ob Heinz Meuser, Eigentümer der Immobilie, sich im Anschluss einen neuen Pächter für die Gastronomie sucht oder womöglich sogar eine ganz andere Nutzung anstrebt, wie er bereits angedeutet hatte, ist noch offen. Wahrscheinlich ist aber, dass die Dorfschänke zumindest im Juni erst einmal geschlossen bleiben wird.

Das Inventar des Geschäftslokals sei als bewegliches Anlagevermögen im Rahmen des Insolvenzgutachtens in dieser Woche von einem unabhängigen Sachverständigen im Auftrag der Drunken Sailor GmbH begutachtet worden, so Holzmann. Das Bewertungsergebnis stünde noch aus. Holzmann geht davon aus, dass ein Großteil der Erlöse aus der Verwertung der Gegenstände den Gläubigern, wozu auch der Verpächter zählt, zustehen wird. Dies werde jedoch erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entschieden.

Nach Auskunft der beiden Geschäftsführer Mike van Hauten und Kai Uhrig würden sich diese im Verlauf des Montags noch von ihren Mitarbeitern in kleinem Kreis, "keine Party mit Freibier, wie zuletzt kolportiert wurde", verabschieden, so der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Holzmann. "Ab Dienstag wird die Dorfschänke übergabefähig gemacht. Am 1. Juni erfolgt die Schlüsselübergabe an Herrn Meuser."

Die beiden Geschäftsführer und der Vermieter konnten sich nach der Anordnung des Insolvenzeröffnungsverfahrens über das Vermögen der GmbH wegen Zahlungsunfähigkeit durch das Amtsgericht Düsseldorf im April nicht über einen neuen Mitvertrag einigen. Meuser wollte zuvor 50.000 Euro an ausstehenden Pachtzahlungen, das Gegenangebot einer dann neuen Betriebsgesellschaft lehnte er ab. Uhrig und van Hauten mussten daraufhin den verbliebenen Mitarbeitern, die auf einen Neuanfang gehofft hatten, zum Ende des Monats kündigen.

(arc)
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