Bayerische Gaudi bei den Schützen in Düsseldorf-Niederkassel

Oktoberfest : Bayerische Gaudi bei den Schützen in Niederkassel

Beim Oktoberfest der Niederkasseler Schützen war die Stimmung ausgelassen. Mehr als 2000 Gäste kamen.

Der Einzug des Königspaares Klaus und Carina Günther sowie der Honoratioren war noch keine halbe Stunde vorbei, das erste Fass quasi gerade erst angeschlagen, da verwandelten die ersten Feierwütigen die Sitzbänke in Tanzflächen und prüften durch heftig-rhythmische Bewegungen im Takt der Musik die Stand- und Bruchfestigkeit des Mobiliars. Das sollte sich während des gesamten Oktoberfestes der Niederkasseler Schützen auch nicht mehr ändern, nur, wenn die „Albfetza“ mal kurz die Musik zur eigenen Erholung verstummen ließen, wurden alle Sitzbänke ihrem natürlichen Bestimmung zugeführt und als Sitzplatz genutzt. „Wir sind zwar nicht die Original-Wiesn in München, aber unser Oktoberfest hat Sichtkontakt mit dem Vorbild aufgenommen“, meint der 2. Chef des St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Niederkassel 1890 Marc Klement.
Kein Wunder bevölkerten doch 2300 „Deandl“ (bajuwarisch für junge Frauen) im Dirndl und „Manner“ (Männer) in Lederhosen das große in weiß-blau geschmückte Festzelt. Und die kamen nicht ausschließlich aus dem linksrheinischen Düsseldorf. So war bspw. die Fortuna durch Thomas Allofs vertreten, die Jonges hatten u.a. Baas Wolfgang Rolshoven geschickt und aus der Politik machte FDP-Vizebundesvorsitzende Marie-Agnes Strack Zimmermann den Oktoberfest.Schützen ihre Aufwartung. Und auch der Geschäftsführer des Comitees Düsseldorfer Carneval Hans Jürgen Tüllmann hatte sich die bayerische „Krachlederne“ angezogen und auch das designierte Prinzenpaar Axel Both und Jula Falkenburg waren im landestypischen Gewand im Oktoberfestfieber. Da durfte PrinzenpaarbetreuerMarc Frankenhauser selbstverständlich nicht fehlen. „Es ist überwältigend wie viele Leute aus den Schützenbrauchtum, aus dem Karneval und aus der Stadtgesellschaft hier sind“, schwärmt Klement. „Das Oktoberfest in Niederkassel ist deutlich über die Grenzen des Stadtteils hinaus gewachsen und zur Attraktion für viele geworden.“ Eintrittskarten wurden sogar nach München, Nürnberg, Frankfurt und in die Niederlande verkauft.