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Unterrath: Neue Stiftung unterstützt Frauen in Not

Unterrath : Neue Stiftung unterstützt Frauen in Not

Gutes bewirken über den Tod hinaus: Die Unter- rather Ärztin Karin Witt unterstützt Mütter und ihre Kinder in Notsituationen. Dafür hat sie eine eigene Stiftung gegründet und sammelt Spenden.

Gutes bewirken über den Tod hinaus: Die Unter- rather Ärztin Karin Witt unterstützt Mütter und ihre Kinder in Notsituationen. Dafür hat sie eine eigene Stiftung gegründet und sammelt Spenden.

Karin Witt hat in ihrer Arzt-Praxis viel Not kennengelernt. Oft hat die Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, die sich jetzt im Ruhestand befindet, erlebt, dass gerade Mütter an den Vielfachbelastungen und Anforderungen zerbrachen, völlig überfordert ihr Leben nicht mehr im Griff hatten.

"Ich habe überlegt, wie ich dazu beitragen kann, dass solche Frauen Unterstützung erhalten", sagt Witt. Da die Ärztin keine Erben hat, entstand die Idee, eine eigene Stiftung zu gründen. "Natürlich kann man auch alles später auf einmal vererben, aber ich wollte jetzt noch mitgestalten, wie das Geld eingesetzt wird", sagt Witt. "Außerdem hält so eine Aufgabe munter." Im Oktober 2008 war es dann soweit. Die "Dr.-Karin-Witt-Stiftung" wurde ins Leben gerufen. "Das hat zwar viel Arbeit gemacht, war aber nicht sonderlich kompliziert. Man muss ein vernünftiges Konzept aufweisen und eine Satzung aufstellen, die vom Regierungspräsidenten genehmigt werden muss." Außerdem hat Karin Witt auch den Sockelbetrag von 100000 Euro gespendet. "Wir müssen jetzt jedes Jahr unsere Gemeinnützigkeit nachweisen, damit wir Spendenquittungen ausstellen können. Das ist sehr wichtig", sagt die Stifterin. Denn die Stiftungsgelder setzen sich aus den Zinsen des Sockelbetrags, der nicht angetastet werden darf, und Spendengeldern zusammen.

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Das Geld wird für Projekte eingesetzt, die Mütter in Not unterstützen. Dabei legt Witt Wert darauf, dass die Mütter Hilfe zur Selbsthilfe erhalten. Sie kooperiert beispielsweise mit dem Sozialdienst katholischer Frauen und Männer Düsseldorf (SKFM). Dabei finanziert die Stiftung die Ausbildung von Mitarbeitern, die in die Haushalte hineingehen, um Müttern zu helfen, den Alltag zu bewältigen. Sie bringen ihnen zum Beispiel Kochen bei, Wäschewaschen, mit dem Einkommen auszukommen und wie man sich angemessen mit den Kindern beschäftigt, aber auch wie man sich Freiräume für sich selbst oder den Beruf schaffen kann.

Außerdem finanziert die Stiftung den Eigenanteil von Mutter-Kind-Kuren, wenn die Frauen diesen nicht aufbringen können. Zurzeit versucht Karin Witt die Stiftung im Düsseldorfer Norden bekannter zu machen und Sponsoren für ihre Ideen zu gewinnen. "Da bin ich noch am Anfang, aber langsam bewegt sich etwas. Und wenn ich mit meiner Werbung Erfolg habe, motiviert das sehr", sagt Witt. So erhält sie bereits Unterstützung von Kirchengemeinden, die zum Beispiel Benefizkonzerte veranstalten. Ein weiteres Ziel von Witt ist es, die Postpartalen-Störungen von Frauen nach der Geburt, also Depressionen oder andere psychische Störungen, bekannter zu machen.

"Diese werden oft nicht erkannt. Außerdem gibt es zu wenig Hilfsangebote für solche Fälle." Extra für die Stiftungsarbeit hat sich die Unterratherin einen PC zugelegt und den Umgang damit gelernt. "Es ist ein weiteres Ziel, einen Internetauftritt für die Stiftung zu gestalten."

(brab)