Michael Klein: "Nächstes Jahr ist der Aufstieg Pflicht"

Michael Klein : "Nächstes Jahr ist der Aufstieg Pflicht"

RP-Mitarbeiter Helmut Senf sprach mit dem Trainer der Rams über die angelaufene Saison und die Ziele für 2014.

Herr Klein, das Herrenteam der Rams hat als Erstliga-Absteiger den direkten Wiederaufstieg in die Eliteklasse verpasst. Ihr Zweitliga-Konkurrent Atting hatte am Saisonende mit vier Punkten Vorsprung die Nase vorn. Sind Sie enttäuscht?

Klein (nach kurzem Zögern) Im Grunde genommen bin ich nicht enttäuscht, wenn man die Entwicklung der Mannschaft betrachtet. Da ist enorm viel passiert. Auch sind wir nie davon ausgegangen, dass der direkte Wiederaufstieg ein Selbstläufer wird. Ärgerlich ist jedoch, dass wir aufgrund einzelner Ergebnisse gescheitert sind. Das Potenzial zum Aufstieg war durchaus vorhanden.

Was ist der Grund fürs Scheitern?

Klein Hauptgrund war die Tatsache, dass wir ein junges Team haben. Da fehlt es eben noch an Erfahrung. Ein Beispiel dafür ist unsere Heimniederlage gegen Bernhardswald. Wir haben das gesamte Spiel über dominiert und mussten eigentlich einen klaren Sieg nach Hause fahren.

Was hatte der Aufsteiger Atting Ihrer Mannschaft letztlich voraus?

Klein Die routinierten Spieler. Atting verfügt über ein Team, das seit Jahren eingespielt ist und ohne Heimniederlage den Aufstieg perfekt gemacht hat.

Sie haben das Traineramt Anfang des Jahres übernommen. Inwieweit trägt die Mannschaft bereits Ihre Handschrift?

Klein Die Mannschaft hat sehr schnell meine Spielidee angenommen und umgesetzt, sprich: Geradlinige Spielzüge, viele Abschlüsse – um den Gegner unter Druck setzen und zu Fehlern zu zwingen. Gegen physisch starke Teams ist das aber nicht immer leicht zu praktizieren.

Was muss sich ändern, damit der Aufstieg nicht erneut verpasst wird?

Klein Der Aufstieg ist im nächsten Jahr Pflicht. Ein Traditionsverein wie die Rams gehört unbedingt in die Erste Bundesliga. Was uns vorrangig fehlt, ist die Beständigkeit. Die Mannschaft muss lernen, ein Spiel über 60 Minuten zu dominieren. Auch die Abschlussqualität muss besser werden.

Wird sich der Kader der Rams für 2014 verändern?

Klein Wir haben drei Abgänge zu verzeichnen. Volker Burgers beendet seine Karriere aus beruflichen Gründen. Benedikt Aumann kehrt zu den Uedesheim Chiefszurück.Und Jakob Matzken wird vorerst nicht mehr im Kader stehen. Von den Junioren kommt Sebastian Schmidt als Verteidiger hoch in die erste Mannschaft. Vielleicht ergänzen wir unseren Kader noch um ein oder zwei Spieler, aber nur, wenn uns diese Spieler sofort weitere Qualität bringen würden.

Die Rams verfolgen die Philosophie, möglichst viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zu rekrutieren?

Klein Ja. Definitiv. Die Rams waren immer stark in der Nachwuchsarbeit. Mit Mike Grabs und Max Meyer beispielsweise werden zwei weitere Junioren im nächsten Jahr verstärkt bei den Senioren zum Einsatz kommen.

Schwabmünchen war neben Aufsteiger Atting Ihr ärgster Konkurrent um die Tabellenspitze und konnte von den Rams erst am letzten Spieltag auf den dritten Platz verdrängt werden. Ist mit dem TSV auch 2014 im Kampf um den Titel zu rechnen?

Klein Ja. Schwabmünchen und die Rams werden die beiden Vereine sein, die um Titel und Aufstieg spielen.

(hel)