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Heerdt/Strümp: Monika Wagner ist zurück aus Kampala

Heerdt/Strümp : Monika Wagner ist zurück aus Kampala

Vor zwei Wochen war Monika Wagner noch in Uganda. Jetzt ist sie wieder in Strümp, geht ihrer Tätigkeit als Gesundheits-Krankenpflegerin am Dominikus-Krankenhaus in Heerdt nach und sagt: "Irgendwie ist das hier alles unwirklich."

Die Umstellung vom Leben in Ostafrika bei Temperaturen bis zu 37 Grad, von der Betreuung behinderter Kinder in der "Mukisa Foundation" sowie den landschaftlichen Eindrücken zum Alltag am Rhein ist zu schnell gegangen. "Als ich hier am Flughafen meine Freundinnen begrüßte, kam es mir vor, als wäre ich nur kurz weg gewesen", erzählt die 27-Jährige.

Dabei war sie sechs Monate als Freiwillige in Kampala, hat den europäischen Luxus nicht vermisst und sagt: "Ich hatte nie Probleme, mich anzupassen." Auch mit der Ernährung kam sie gut zurecht, schwärmt von dem Geschmack frisch geernteter Ananas oder Avocados und hat Matoke (Kochbananen) oder Poscho (Maisbrei) gegessen: "Das schmeckt richtig gut." Trotzdem hat Monika Wagner fünf Kilo abgenommen.

Das liegt wohl an den Aktivitäten, die sie in das Projekt "Mukisa Foundation" eingebracht hat und an den Reisen zu Natursehenswürdigkeiten: "Diese Weite im flachen Land bleibt unvergesslich." Vergessen wird sie auch nicht Richard, den Sechsjährigen der an Geschwüren an den Füßen leidet. Oder Teopista. Die Achtzehnjährige ist Monika Wagners Patenkind. Sie hat die Schülerin der Vocational-Class auch moralisch unterstützt und überweist monatlich 25 Euro an die "Mukisa Foundation" als Patenschafts-Beitrag. "Das, was für die Familien gut ist, wird aus einem Topf bezahlt", hofft sie auf weitere Patenschaften auch aus der Heimat. Den Kontakt zu Teopista wird sie gut pflegen und sie auf jeden Fall irgendwann besuchen.

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Denn die Zeit in Kampala hat Monika Wagner sehr geprägt: "Mir ist klar geworden, was ich möchte." So denkt sie darüber nach, einen Studiengang "Soziale Arbeit" zu belegen und ein Auslandstudienjahr in Ostafrika einzuschieben. Auf jeden Fall ist sie ihrem Arbeitgeber in Heerdt, dem Dominikus-Krankenhaus, dankbar, dass er mit einem reduzierten Arbeitsvertrag diesen ehrenamtlichen Einsatz in Uganda ermöglicht hat (die RP berichtete).

Und wenn sie die Erinnerung aufleben lassen möchte, streift sie eines der Kleider über, die sie sich dort hat nähen lassen, und trägt dazu Schmuck vom "Craft-Market" in Kampala.

Infos für eine Patenschaft sind im Internet zu finden unter: www.entwicklungshilfe-uganda.de.

(RP)