Gartenstadt Reitzenstein : Trinkwasser ist viel zu warm

In der Gartenstadt Reitzenstein hat das Trinkwasser eine Temperatur von mehr als 25 Grad.

Anwohner des Neubaugebiets Gartenstadt Reitzenstein wundern sich seit vergangener Woche, dass das Wasser in den Leitungen teilweise eine Temperatur von 25 Grad Celsius übersteigt. Sie befürchten eine Legionellenbildung. Um für Kühlung zu sorgen, so wurde beobachtet, behelfen die Stadtwerke sich offensichtlich damit, das Wasser aus einem temporär gesetzten Hydranten ununterbrochen in die Kanalisation einzuleiten. Was wiederum für Unverständnis angesichts der mangelnden Bewässerung von Grünpflanzen sorgt.

René Schleucher, Sprecher der zuständigen Netzgesellschaft, kann die Hintergründe erklären: „Natürlich hat die aktuelle Hitzeperiode auch Auswirkungen auf das Trinkwasser.“ So seien bei Messungen der Bodentemperatur in ein Meter Tiefe 24 Grad Celsius festgestellt worden. „In der Gartenstadt Reitzenstein herrschen außerdem besondere Umstände: eine enge Bebauung ohne üppige Begrünung und damit verbunden eine geringe Luftzirkulation. Die Hitze steht, das ist eine Frage mangelnder Beschattung“, so Schleucher. Außerdem gebe es diverse Stichleitungen, „und wenn nun viele im Urlaub sind, steht das Wasser quasi in der Leitung und erwärmt sich, es fehlt an Durchfluss“. Daher habe die Netzgesellschaft Spülstellen eingerichtet, um den Durchfluss in den Leitungen zu erhöhen und so gegen die Erwärmung des Trinkwassers anzukämpfen. Dass die zuständigen Fachleute das Wasser ausschließlich in die Kanalisation pumpen würden, sei übrigens Quatsch. „Wir gießen durchaus die umstehenden Bäume“, sagt Schleucher, der auch insgesamt beruhigen kann: „Es gibt keinen Wassernotstand in der Stadt.“

(arc)