Neue Straßenbäume für ein besseres Klima in Düsseldorf

Baumpflanzungen : Neue Bäume für ein besseres Klima

In belasteten Stadtteilen sollen Nachpflanzungen vorgenommen werden.

Am Vogelsanger Weg werden im Bereich des Mercedes-Geländes zehn neue Ulmen gepflanzt. Dadurch entsteht auf der östlichen Straßenseite auf einem Grünstreifen „eine gestalterisch und klimatisch wünschenswerte durchgehende Baumreihe“, teilt die Verwaltung in der Bezirksvertretung 6, zuständig für Rath, Unterrath, Mörsenbroich und Lichtenbroich, mit.

Die Baumpflanzungen sind ein Baustein des Klimaanpassungskonzeptes Düsseldorf (KAKDUS) und sollen zunächst in klimatisch besonders belasteten Stadtteilen wie die Bezirke 1,2 und 6 erfolgen. Mit Hilfe der Bäume soll durch Verschattung, Abkühlung und Staubbindung ein Ausgleich erreicht werden. Dabei werden klimaresistentere Baumarten verwendet, die besser Extremwetterlagen, verbunden mit Hitze, Trockenheit und Sturm, standhalten können. Damit soll die „Baumgesundheit und damit die Funktionsfähigkeit des Baumbestandes insgesamt nachhaltig gesichert“ werden, sagt die Verwaltung..

Jede Baumpflanzung kostet insgesamt 5000 Euro. In den Kosten sind die Neuanlage der Baumgrube, die Verfüllung mit speziellen Pflanzsubstrat, der Baum selbst und drei Jahre Pflege enthalten, wobei die Bewässerung bei der Pflege eine große Rolle spielt. Alleine im ersten Jahr sind 20 Bewässerungen vorgesehen und im zweiten und dritten Jahr noch 15 Bewässerungen. Insgesamt stehen zurzeit 100.000 Euro für die Baumpflanzungen in Düsseldorf bereit. „Was noch fehlt, sind dafür geeignete öffentliche Flächen. Wer einen Vorschlag hat, kann uns diesen melden“, sagt Bezirksstellenleiter Ralf Hagelüken.

Dabei müssen die Standorte mehrere Kriterien erfüllen. Es spielen der Grad der klimatischen Belastung und der vorhandene Grünanteil zum Beispiel eine Rolle. Außerdem muss ausreichend Platz für die gesunde Entwicklung der Bäume vorhanden sein. Zunächst sollen Straßen ohne Baumbestand berücksichtigt werden, gefolgt von Straße mit teilweise vorhandenen Vorgärten. Danach sind Straßen mit geschädigten Bäumen an der Reihe.

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