Fußball Mörsenbroich : Die „Ronaldos“ von morgen kicken bei Agon

Der Verein lädt wieder zum kostenlosen Fußball-Sommercamp „Sport statt Straße“ auf seine Anlage ein.

Glaubt man den Namenszügen auf den Trikots, dann ist nahezu die komplette Fußball-Weltauswahl zu Gast bei der DJK Agon 08. „Ronaldos“, „Messis“ und „Neymars“ gibt es. Doch die Trikotträger haben noch einen langen Weg bis zur spielerischen Qualität der Kicker-Weltstars, denn sie sind zwischen vier und elf Jahren alt und besuchen das kostenfreie Agon-Fußball-Sommercamp „Sport statt Straße“. „Damit haben wir vor 13 Jahren und mit ein paar Kindern angefangen“, erinnert sich der 2. Vorsitzende Johann Martial. „Diesmal sind etwas mehr als 200 Kinder dabei.“

Und denen wird einiges geboten. Neben dem Qualitätsunterricht von 30 lizenzierten Fußball-Trainern, gibt es Mittagessen, Obst, Getränke, T-Shirts, Bälle, Ausflüge und die engagierte Betreuung von 50 weiteren Helfern. Das alles kostet die Kids oder deren Eltern keinen Cent. „Wir sind unseren Sponsoren zu großem Dank verpflichtet, ohne die Hilfe von außen wäre es nicht möglich“, so Martial.

Die Kinder kommen überwiegend aus der Umgebung. Darunter sind auch Flüchtlingskinder und die Nachkommen sozial benachteiligter Eltern. „Wir haben extra in Flüchtlingsunterkünften und im Familienzentrum für unser Fußballcamp geworben“, verrät das Agon-Vorstandsmitglied.

Dem Verein geht es aber nicht darum, neue Mitglieder zu gewinnen. „Wenn jemand nach dem Camp zu uns kommen möchte, ist er herzlich willkommen, aber es ist nicht der Grund, weshalb wir unsere Sommer-Fußballschule durchführen. Wir haben uns vor 13 Jahren aus gesellschaftlicher Verantwortung dazu entschlossen“, so Martial.

Und diese gesellschaftliche Verantwortung funktioniert trotz scheinbarem Chaos auf dem Fußballfeld prächtig. Es wirkt zufällig und willkürlich wie die Bälle durch die Gegend rollen und fliegen, doch nichts ist dem Zufall überlassen. Dafür sorgen die vielen Trainer und ein ausgeklügeltes Übungssystem an sechs Stationen. Dort wird gepasst, gedribbelt, aufs Tor geschossen, eben alles geübt, was man als Fußballer so braucht. Gebraucht werden in diesem Jahr auch jede Menge Getränke. „Darauf achten wir auch, dass die Kids bei den Temperaturen sich ordentlich verpflegen. So etwas wie diese Jahr haben wir auch noch nicht erlebt“, gesteht Martial.

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