Mörsenbroich: Hilfe für Afrika kommt aus Mörsenbroich

Mörsenbroich: Hilfe für Afrika kommt aus Mörsenbroich

Seit weit mehr als zehn Jahren engagiert sich der Mörsenbroicher Bernd Blaschke, Mitbegründer der ökumenischen Umweltgruppe an der Thomaskirche, mit Partnern in mehreren Ländern Afrikas mit dem Ziel, das Leben dort nachhaltig zu verbessern. "Die Erfolgskurve zeigt nicht immer steil nach oben, aber in Namibia haben wir Schultoiletten gebaut, in Madagaskar wurde eine Schule errichtet und in Nigeria konnten wir nahezu 3000 der sehr effizienten Holzsparkocher verkaufen", sagt Blaschke.

Für das Jahr 2018 hat Bernd Blaschke ein ehrgeiziges Programm aufgestellt. Er möchte weitere Toiletten in Namibia im Schulinternat bauen und, um die horrenden Energiekosten zu senken, Solarenergieanlagen für Licht und Warmwasser einrichten. "Wenn reichlich gespendet wird, kann sich das Internat einen eigenen Brunnen anlegen, das spart die Wasserkosten", erklärt Blaschke.

In Madagaskar wird ein landwirtschaftliches Projekt mit dem Anbau von Mais und Gemüse mit dem Ziel verfolgt, mehr Vielfalt in die Ernährung zu bringen. "Sehr erfreulich entwickeln sich verschiedene Partnerschaften - zum Beispiel entwickelt eine Gruppe junger Techniker des Düsseldorfer Franz-Jürgens-Berufskollegs ein Aggregat, um Biomasse zu zerkleinern und zu Biobriketts zu verarbeiten", erzählt der Initiator der Hilfsleistungen.

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In Nigeria wird eine Werkstatt für die Ausbildung arbeitsloser Jugendlicher zum Maurer und zum Hersteller von Kochern eingerichtet. "Die Maurer erlernen die Technik, aus PET-Flaschen preiswerte und stabile Häuser zu bauen", sagt Blaschke. Diesen beiden Ausbildungswerkstätten sollen weitere folgen. "Afrika braucht weiterhin vielfältige Unterstützung", sagt Blaschke, der sich immer wieder selbst einen Eindruck vor Ort verschafft.

Wer mehr Informationen über den Verein "Lernen Helfen Leben" erhalten oder vielleicht auch spenden möchte, kann dies im Internet unter www.l-h-l.org/ tun.

(brab)