Tierschützerin aus Mörsenbroich: Diese Düsseldorferin rettet Hunden aus Rumänien das Leben

Tierschützerin aus Mörsenbroich: Diese Düsseldorferin rettet Hunden aus Rumänien das Leben

Diana Brux widmet fast ihre ganze Freizeit dem Tierschutz, hat schon in Rumänien und Ungarn angepackt.

Diana Brux widmet fast ihre ganze Freizeit dem Tierschutz, hat schon in Rumänien und Ungarn angepackt. Mit Hunden hat es angefangen, ihr neues Herzensprojekt sind Kälber, die ihren Müttern entrissen wurden.

Diana Brux arbeitet in Vollzeit als Assistentin in der Geschäftsführung für ein Gerüstbauunternehmen, ihre Freizeit ist überschaubar. Die wenige nutzt sie vor allem für eines: den Tierschutz. Hunde vorwiegend, aber auch Kälber, Schweine, eigentlich alle Tiere. Sie ist nicht fanatisch, eher überzeugt von dem, was sie macht. Sie kann nicht wegsehen, hat das tiefe Bedürfnis, jedem Tier helfen zu wollen. Die Veganerin kann sich mit Menschen gut unterhalten, die ihr gegenübersitzen und ein Steak essen. "Nur bei Pelzen reagiere ich allergisch", sagt sie.

Das alles ist aber eher nebensächlich, denn Diana Brux kümmert sich nicht nur (primär) um Hunde, vermittelt sie nach Möglichkeit, sie opfert sich ein Stück weit auf für diese Aufgabe, die für sie eine Passion geworden ist. Immer wieder war sie in Rumänien und Ungarn, hat mitangepackt, Auffangstationen aufgebaut, wo herrenlose Hunde Zuflucht finden. "Schuld" daran ist der fernseherprobte Gesinnungsgenosse Ralf Seeger. Ein tätowierter Stuntman, Bodyguard, Boxer, Martial-Arts-Kämpfer, ein bisschen furchterregend anzusehen, aber mit einem großen Herz - für Tiere zumindest. Und: Man kann ihm nur schwer etwas abschlagen. "Ich war schon immer im Tierschutz aktiv, habe Futter, Decken, alles Mögliche organisiert, auch für ,Helden für Tiere' von Ralf Seeger, der durch seine Sendung auf Vox viele Spenden generieren konnte, das hat mir imponiert", erzählt Diana Brux. Er fragte die 46-Jährige vor sechs Jahren, ob sie nicht Lust habe, mal mit nach Rumänien zu fahren, dort ein Shelter für Hunde aufzubauen. "Das habe ich zunächst abgelehnt - aber er hat mich bequatscht."

Fünf Wochen später ging's los. "Ich habe gedacht, ich bin dem nicht gewachsen, finde nie mehr in den Schlaf. Das Elend der Tiere, verletzte, schwangere Hunde, 60 auf engstem Raum waren es in dem alten, maroden Shelter", berichtet Brux. Doch dann lief alles wie von selbst. "Ich habe fünf Tage nur Steine geschleppt, alle Helfer haben auf der Baustelle geschlafen, irgendwann kannst du gar nicht mehr aufhören mit dem Malochen."

Noch im selben Jahr ging es ein weiteres mal in die rumänische "Pampa", viermal war sie inzwischen dort, zweimal in Ungarn. "Man muss sich vor Ort ein Bild machen, ob die Spenden auch wirklich zielgerichtet verwendet werden", sagt sie. Das ist in der Regel so: "Ich habe in Rumänien einen Tierarzt gesehen, der hat für nur 40 Euro 14 Welpen geimpft. Die Kohle stapelte sich trotzdem bei ihm im Schrank. Wann er die denn ausgeben sollte, er sei doch immer hier, hat er erzählt."

Die Tierliebhaberin war infiziert. Sie hat dabei auch gelernt, dass sie nicht jeden Hund retten und nach Deutschland vermitteln kann. Dennoch weiß sie, dass die Arbeit nicht umsonst ist. Zu Hause forcierte Diana Brux das Sammeln von Spenden, sorgte dafür, dass ihre Firma Gerüstplanen zur Verfügung stellt, die in den Sheltern als Regen-, Sonnen-, Wind- und Sichtschutz benötigt werden. "Wo ich helfen kann, helfe ich, aber ich muss auch aufpassen, dass ich mich nicht verzettele", sagt die Mörsenbroicherin, die für jeden gespendeten Euro eine Spendenquittung ausstellt, diese scannt und verschickt.

Brux gehört keinem Verein an, hat aber zwei, drei Organisationen, die sie unterstützt. Einen neuen Kampf hat sie aufgenommen, um Kälber, die ihren Müttern entrissen wurden, vor der Massentierhaltung zu retten. Auch in diese Aufgabe investiert sie viel Zeit und Herzblut. Und wenn sie einem kleinen Kälbchen wie Paulinchen ein neues Zuhause besorgt hat, dann schaut sie dort auch gerne vorbei. "Ich besuche alle meine Tiere noch mal, wenn es irgendwie möglich ist", sagt Brux. Das Problem dabei: Es dürften mittlerweile ganz schön viele sein.

Kontakte:

  • Traurige Hundeherzen Ungarische Shelterhunde/Verein mit dem Partner-Tierheim in Ungarn, Vác. Hier geht es zur Website, hier zur Facebook-Seite.
  • Rüsselheim e.V. Verein für Rettung von Nutztieren. Hier geht es zur Website.
  • Rudelstettener Streunerglück Rumänische Hunde aus dem Shelter in Lugoj, Strayanimals Angels Romania-Germany. Hier geht es zur Website, hier zu Facebook.
(arc)