Kirchenschließungen in Düsseldorf Abschied von der Thomaskirche

Mörsenbroich · Das Gotteshaus wird abgerissen. Am Standort soll ein lebendiges und vielseitiges Quartier entstehen.

 In der Thomaskirche wird am 1. November der letzte Gottesdienst gefeiert. Danach wird das Gotteshaus abgerissen.

In der Thomaskirche wird am 1. November der letzte Gottesdienst gefeiert. Danach wird das Gotteshaus abgerissen.

Foto: evdus/Goetz

Seit vier Jahren befinden sich die Matthäikirche in Düsseltal, die Christuskirche in Oberbilk, die Versöhnungskirche in Flingern sowie die Thomaskirche in Mösenbroich unter dem gemeinsamen Dach der Evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde. Bislang wurden in den einzelnen Kirchen noch Gottesdienste gefeiert. Doch jetzt wird der nächste Schritt für die beschlossene Zusammenlegung getan. Ab dem 29. November feiert die Emmaus-Kirchengemeinde ihre Sonntagsgottesdienste jeweils um 11 Uhr ausschließlich in der Matthäikirche an der Lindemannstraße. Denn dort ist gemeinsam mit dem Pestalozzihaus an der Grafenberger Allee künftig der zentrale Standort der Gemeinde.

Während die Versöhnungskirche als Diakonie-Kirche und die Christuskirche als Jugendkirche des Evangelischen Kirchenkreises erhalten bleiben, wird die Thomaskirche aus dem Jahr 1960 entwidmet und abgerissen. Die Emmaus-Kirchengemeinde, der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf und die Graf-Recke-Stiftung prüfen dort zurzeit die Entwicklung eines gemeinsamen „Thomas-Quartiers“. In dem Komplex sollen weiterhin die von der Diakonie betriebene Kindertagesstätte, das Jugendzentrum und das Zentrum plus der Caritas einen Platz erhalten und ein soziales Wohnprojekt entstehen.

Bevor die Thomaskirche geschlossen wird, gibt es noch mehrere Möglichkeiten, von ihr Abschied zu nehmen. Am Sonntag, 25. Oktober, findet der letzte reguläre Gottesdienst unter dem Motto „Was muss auf jeden Fall mit!?“ um 9.30 Uhr in der Eugen-Richter-Straße statt. „Für viele, denen ihre Kirche am Herzen liegt, ist das ein schmerzlicher Einschnitt“, sagt Pfarrer Lars Schütt. Am Sonntag, 1. November, wird die Thomaskirche dann in einem Gottesdienst mit Pfarrerin Judith Uhrmeister und Pfarrer Stefan Kläs um 11 Uhr entwidmet. Wer nicht vor Ort sein kann, kann den Gottesdienst online über www.emmaus-duesseldorf.de live verfolgen. Im Anschluss an den Gottesdienst packen alle, die möchten, den Umzugswagen und laufen zu Fuß oder fahren mit dem Taxi zur Matthäikirche.

In der Woche von Montag, 26. Oktober, bis zum Reformationstag, 31. Oktober, ist die Thomaskirche jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Wer möchte, kann sich bei einer Tasse Kaffee oder Tee still für sich oder zusammen mit anderen an seine Erlebnisse in dieser Kirche erinnern. Jeweils um 18 Uhr klingt der Tag mit einer Andacht aus. Am Samstag, 31. Oktober, ab 11 Uhr sollen noch einmal Stimmen zu Wort kommen, die die Thomaskirche in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben. Nach einem Mittagsimbiss gibt es um 16 Uhr ein offenes Geschichten-Erzählen zu Ereignissen rund um die Thomaskirche. Wer an den Treffen oder Gottesdiensten teilnehmen möchte, muss sich im Gemeindebüro unter 991900 oder über die Homepage anmelden.

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