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Der Stadtteil Mörsenbroich in Düsseldorf will ein Wappen.

Heimatliebe in Düsseldorf : Mörsenbroich soll ein Wappen erhalten

Mit dem Zeichen soll das Heimatgefühl im Stadtteil gestärkt werden. An den Entwurf können sich die Bürger, Vereine und Schulkassen bei einem Wettbewerb beteiligen. Dem Stadtteil fehlt ein Zentrum oder Wahrzeichen.

Der Stadtteil Mörsenbroich hat es schwer, richtig wahrgenommen zu werden. Das liegt unter anderem daran, dass es dort nur wenige Einrichtungen gibt, die dem Viertel ein Profil verleihen. Ein markantes Merkmal oder einen Ortsmittelpunkt besitzt der Stadtteil nicht und auch der weit über die Stadtgrenzen bekannte Verkehrsknotenpunkt Mörsenbroicher Ei hilft wenig weiter. Denn dieser gehört nur zur Hälfte zum Stadtteil. Die andere Hälfte liegt auf Düsseltaler Gebiet, und deshalb gehört auch das 125 Meter hohe und weithin sichtbare Arag-Haus streng genommen nicht zu Mörsenbroich, wird oft fälschlicherweise als das Wahrzeichen des Stadtteils bezeichnet. Und so kommt es, dass selbst einige Mörsenbroicher nicht genau wissen, wo ihr Viertel seine Grenzen hat.

Da es auch in der näheren Zukunft kein Zentrum mit Wiedererkennungswert geben wird, möchte Ferry Weber (FDP), Mitglied in der Bezirksvertretung 6, nun auf andere Weise für eine Identifikationsmöglichkeit mit dem Stadtteil sorgen. Gemeinsam mit dem Bürgerverein Mörsenbroich hat er die Schaffung eines Wappens für den Stadtteil initiiert. Bei der Gestaltung sollen die Bürger einbezogen werden. Diese wird deshalb über einen Wettbewerb erfolgen, an dem sich jeder beteiligen kann. „Schön fände ich es, wenn Vereine, Gruppen oder Schulklassen Entwürfe anfertigen würden“, sagt Weber. Er will dazu mit den Schulen im Stadtteil Kontakt aufnehmen.

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Vorgaben für die Gestaltung gibt es nur wenige. Das Wappen soll die Form des Düsseldorfer Wappens übernehmen und die Historie des Stadtteils, die allerdings recht kurz ist, berücksichtigen. So war Mörsenbroich bis Ende des 19. Jahrhunderts ein kaum besiedeltes, weitgehend von Wald und Sumpf bedecktes Gebiet, in dem sich erst später Bauern niederließen. Die Mörsenbroicher wurden wegen der Sumpflandschaft auch die Frösche genannt.

Bis zum 15. Mai können Entwürfe per Email an den Bürgerverein unter wilfried.kullmann@t-online.de eingereicht werden. Eine Jury aus Mitgliedern der Bezirksvertretung und des Bürgervereines werden dann den Sieger ermitteln, der vom Bürgerverein eine Prämie in Höhe von 300 Euro erhält. „Das Wappen wird keinen offiziellen Charakter haben, soll aber zum Beispiel beim Mörsenbroicher Veedelszoch, auf Aufklebern und von Vereinen genutzt werden können und das Heimatgefühl stärken“, sagt Weber.