Abenteuerspielplatz Düsseldorf Mörsenbroich jetzt Samstag geöffnet

Freizeitangebot für Kinder in Düsseldorf : Mehr Abenteuer auf dem Spielplatz erleben

Mit einem Fest wurde die neue Kletterburg auf dem Abenteuerspielplatz Mörsenbroich eröffnet. Auch samstags ist er nun offen.

Da wäre man doch gerne wieder Kind! Wer den Abenteuerspielplatz Mörsenbroich zum ersten Mal besucht, ist überrascht von den vielfältigen Angeboten. Dort warten nämlich nicht nur die klassischen, selbstgebauten Bretterbuden, an denen man sich selbst noch kreativ zeigen kann. Natürlich gibt es diese auch, aber daneben gibt es noch viel, viel mehr. Eine zwölf Meter hohe Schaukel, ein kleines Feuchtbiotop, ein frisch begrünter Fußballplatz, ein Kaninchenstall – und seit Samstag offiziell eröffnet: die riesige weiß-rote Spielburg „Carcassonne“.

In die haben die Mitarbeiter und Kinder, über die letzten 20 Monate hinweg, einen Großteil ihrer Energie gesteckt. Am Samstag konnte sie nun im Rahmen eines kleinen Ritterfests eröffnet werden und gleichzeitig wurde gefeiert, dass der Abenteuerspielplatz die nächsten Monate auch wieder am Samstag geöffnet hat.

Ein großer Torbogen, über dem der Name der Burg steht, ein begehbarer Weg am Inneren der Außenmauer entlang, ein hoher Burgfried mit einer Kletterwand und ein Innenhof, in dem gespielt werden kann oder wo auch mal Tische und Stühle ihren Platz finden, gehören zu der Kletter-Burg-Anlage. Die Idee und das Design sind dabei gemeinsam mit den Kindern entstanden“, erzählt Heiri Belkner, der seit nun 25 Jahren als Sozialpädagoge auf dem Abenteuerspielplatz arbeitet.

Heute ist er der Leiter des Projekts und mit sichtbar viel Herzblut bei der Sache. Die Sozialpädagogen und Erzieher, die Teil der Einrichtung sind, arbeiten nach einem ganzheitlich pädagogischen Ansatz. Dabei werden die Kinder in alle Prozesse mit eingebunden, pflegen den Kaninchenstall, arbeiten mit an den Hochbeeten und bauen selbst an Hütten oder größeren Projekten wie der Spielburg mit.

Insbesondere in die Baumaterialien muss allerdings auch viel Geld fließen. „Früher haben Firmen uns ihre Reste gebracht“, so Belkner, „Heute müssen wir das meiste selbst ankaufen.“ Finanziert wird dies über das Jugendamt Düsseldorf, denn die 43 Jahre alte Anlage ist ein Angebot der Stadt.

Ozan Yildirim war selbst einmal eines der Kinder auf dem Spielplatz und kehrt nun mit seinem eigenen Sohn zurück. Der 25-Jährige freut sich bereits darauf, wenn Cinar (2) auf dem Gelände so richtig aktiv werden kann: „Ich hatte eine tolle Zeit hier“, erzählt er. „Wir haben damals sogar mal hier übernachtet.“ Aktuell begeistern den zweijährigen Cinar vor allem die „Deutschen Riesen“ im Kaninchenstall, aber in wenigen Jahren wird er dann sicherlich selbst auch mit bauen können.

Neben den vielen spannenden Spielgeräten und Angeboten gibt es auch reichlich Freiraum für die Ideen der Kinder und um einfach nur zu rennen, zu spielen und ganz einfach Kind zu sein. Büsche und Gestrüpp laden etwa dazu ein, erkundet zu werden, kleine Wege über die Anlage machen Versteckspiele spannender. Das heißt aber keineswegs, dass das Gelände nur bei gutem Wetter bespielbar ist.

Zwar werden die Kinder dazu angehalten, auch bei schlechtem Wetter draußen zu sein, bei starken Regen und in den kalten Wintermonaten gibt es allerdings zusätzlich das Spielhaus, in welchem Brettspiele, ein Kicker, Billard und an besonderen Abenden sogar Videospiele warten.

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