41 Veedelszoch durch Düsseldorf Mörsenbroich und Rath

Karneval : Perfekte Stimmung beim Mörsenbroicher Veedelszoch

Mieses Wetter, gute Laune – so kann der gestrige Straßenkarneval in Mörsenbroich und Rath zusammengefasst werden. Denn vom Regen ließen sich die Jecken die Stimmung nicht vermiesen. „Warum auch?

Uns Fußballer interessiert es nicht, ob es regnet oder schneit. Wir haben keine Halle und trainieren und spielen auch bei jedem Wetter“, sagt Armin Herzig, Vorsitzender des Rather Spielvereins (RSV). Dieser feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen, weshalb die Fußballer erstmals am Umzug teilnahmen und schon vor dem Start des Zuges ausgelassen feierten.

Und da waren sie bei weitem nicht alleine. Bevor es hieß „Der Zoch kütt“ versammelten sich rund um die Biwaks am Hülsmeyer-Platz und am Jungen Schauspielhaus die Narren und brachten sich schon einmal mit Musik und karnevalistischen Darbietungen wie Flaggentänze von der Gruppe Glory Fight in Stimmung.

Während viele der Zugteilnehmer, wie die Rather Aape oder die Jungschützen Rath, ihre Kostüme mit Regencapes schützten, hatten die Mitglieder der St.-Franziskus-Grundschule das nicht nötig. Als Radschläger verkleidet bestanden ihre Kostüme ohnehin aus bunten Mülltüten. Sehr aufwendig waren die Kostüme der „Ehemaligen der Spatenstraße“ gestaltet, die zum Motto „Total Emotional“ als Emojis unterwegs waren. Traditionell als Gartenzwerge bevölkerten Mitglieder des Kleingartenvereins Faselbusch den Zugweg, während De lilla Engel wieder mit einem aufwendigen Karnevalswagen punkteten.

„Der Zug ist mit rund 20 Gruppen ja nie besonders lang; aber das macht nichts, denn man braucht nur eine Straßenecke weiter gehen und kann ihn noch einmal anschauen“, sagt Marvin Kadnic, der aufwendig als Taucher verkleidet war und in einem Fischnetz die großzügig geworfenen Kamelle einsammelte. Überhaupt ließen sich die Zuschauer nicht lumpen, kamen in wunderschönen Outfis oder als einheitlich kostümierte Gruppen.

Und als der Zug, den einige tausend Zuschauer begleiteten, schon längst vorbei gezogen war, feierten die Jecken noch weiter. Dabei bewährte es sich, dass erstmals Start und Ende des Zuges am Jungen Schauspielhaus waren, dessen Foyer für eine Party mit Live-Musik genutzt werden durfte, so dass das Wetter dann keine Rolle mehr spielte.

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