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Unterbilk: "Mod-Kleidung" direkt aus England

Unterbilk : "Mod-Kleidung" direkt aus England

Recht unscheinbar hängt der Parka im Schrank. Aber die armeegrüne Jacke symbolisiert alles, was es sonst noch im "Modlord"-Geschäft gibt.

So einen Parka trugen die britischen Mods — Jugendliche der Arbeiterklasse in den 1960er-Jahren — wenn sie auf ihrem Motorroller über die Straßen brausten und Angst um ihre maßgeschneiderten Anzüge hatten. Der Geschäftsmann Memo Torfilli lässt in seinem Geschäft "Modlord" den Kleidungskult der Mods wieder lebendig werden. "Diese Mode ist immer schon eine heimliche Liebe von mir", sagt er und blickt an sich herab. Er trägt eine beige Cord-Hose sowie einen grünen Stick-Pulli der Marke "Fred Perry", darüber eine graue Jacke von "Private White VC" und eine Paper-Boy-Mütze.

Torfilli ist Fachmann für Kleidung und arbeitete lange für bekannte Marken an der Kö. Mit seiner Liebe zur Mode "Made in England" im Stil der 1950er- und 1960er-Jahre passte er nicht so recht auf Düsseldorfs noble Einkaufsstraße. Mit dem Geschäft an der Lorettostraße möchte das steigende Interesse nach traditioneller Garderobe aus Großbritannien befriedigen. Auch Schuhe und Stiefel gehören zum Sortiment bei "Modlord" — und könnten so manchen unbedarften Kunden beim Blick auf das Preisschild stutzen lassen.

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Memo Torfilli räumt ein, dass 500 Euro für ein paar Stiefel der Marke Joseph Cheaney alles andere als Schnäppchen zu sein scheinen. Aber in Asien produzierte Marken-Turnschuhe, weiß Torfilli, würden ähnlich viel kosten und kaum zwei Sommer lang halten. "Diese Cheaney-Stiefel aus Lammfell und Rindsleder sind keine Billigware und können zehn Jahre getragen werden." Es gebe eine starke Rückbesinnung auf Mode "Made in England", und dafür seien viele bereit, entsprechend zu zahlen — auch hierzulande. Wer bei der nächsten Fahrt mit dem Motorroller seine Pullis, Hemden und Polo-Shirts vor dem Frühjahrsregen schützen möchte, kann sich ja den Parka überziehen. Den hat Memo Torfilli in mehreren Größen auf Lager.

(lod)