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Kaiserswerth: Mehr Markttreiben für Kaiserswerth

Kaiserswerth : Mehr Markttreiben für Kaiserswerth

Der Wochenmarkt in Kaiserswerth ist ein beliebter Treffpunkt mit Einkaufsmöglichkeiten. Neben dem Angebot am Freitag wünschen sich viele einen weiteren Termin am Dienstag. Damit soll der Ortsteil weiter belebt werden.

Es ist ein munteres Treiben, dass sich jeden Freitag im Kaiserswerther Klemensviertel abspielt, wenn dort zwischen 7.30 und 13 Uhr der Wochenmarkt stattfindet. Seit August 2000 schlagen dort elf Händler ihre Stände auf, bieten zum Beispiel Käse, Geflügel, Obst und Gemüse, Gewürze, Backwaren, Blumen und Fisch an. "Die Waren sind sehr frisch und die Händler freundlich. Hier kommt man immer leicht miteinander ins Gespräch. Das tut gut", sagt Kundin Ursula Rheinhold. Verabreden muss sie sich dazu nicht. "Das ist doch der Treffpunkt in Kaiserswerth. Hier begegnet einem immer jemanden, den man kennt." Und Sabine Hochheuser ergänzt: "Wenn ich nicht zum Markt kann, dann fehlt mir irgendwie etwas."

Kein Wunder also, dass sich viele Bürger deshalb am Dienstag noch einen weiteren Markttag wünschen. Klaus Ludwig führt deshalb schon seit einiger Zeit Gespräche und prüft verschiedene Standorte. Der Markthändler organisiert den Wochenmarkt im Klemensviertel, der einer der wenigen privaten Märkte in Düsseldorf ist. Außerdem steht er dort selber im Wechsel mit seinem Neffen René mit einem großen Käsestand.

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"Mit den Geschäftsleuten am Klemensplatz konnte noch kein Ergebnis erzielt werden. Ich wäre aber auch bereit, an anderen Plätzen die Einrichtung des Marktes zu prüfen", sagt Klaus Ludwig. Initiativen und Vereine würden gerne als Standort den alten Kaiserswerther Markt sehen, um diesen Ortsteil stärker zu beleben.

Da einige Geschäfte dort geschlossen und in Büroräume umgewandelt wurden, wird dort eine Verödung des historischen Mittelpunkts von Kaiserswerth befürchtet. "Voraussetzung wäre, dass die entsprechenden Bedingungen geschaffen werden. Dazu gehören Gas-, Wasser- und Stromanschlüsse und genügend Platz. Denn ein Teil der Fläche wird ja von der Gastronomie genutzt", sagt Ludwig. Ein oft übliches Problem, ausreichend Markthändler für einen weiteren Markttag zu finden, dürfte nicht entstehen.

Denn bereits jetzt schon sind die Händler für einen Standplatz in Kaiserswerth bereit, weite Wege auf sich zu nehmen. Sie kommen beispielsweise aus dem Münsterland, um im Düsseldorfer Norden ihre Ware anzubieten. "Kein Wunder, denn es gibt selten so liebe und treue Kunden wie hier. Es geht sehr familiär zu. Wir kennen viele Kunden mit Namen und es herrscht ein ehrlicher offener Ton", sagt René Ludwig. Und die Käufer kommen ebenfalls nicht nur aus Kaiserswerth, sondern auch aus den umliegenden Stadtteilen. Die dortigen Märkte sind der Konkurrenz nicht immer gewachsen.

Der bisher ebenfalls an einem Freitag stattfindende Wochenmarkt in Einbrungen auf dem Hannes-Esser-Platz soll aus diesem Grund nun auf den Samstag verlegt werden. Acht Händler haben an diesem neuen Termin bereits Interesse bekundet.

(RP/ila)