Flingern: Malerei auf Holz in der Galerie plan.d.

Flingern: Malerei auf Holz in der Galerie plan.d.

Katarzyna Cudnik und Christoph Bucher studierten an der Kunstakademie und zeigen ab morgen unter dem Titel "teint" ihre Werke. Statt auf Leinwand sind viele Bilder auf Holzplatten gemalt. Die Motive seien frei von Bedeutung, sagt er.

An der Kunstakademie kannten sie sich noch nicht, obwohl sie zur selben Zeit dort lernten. Jetzt, ein paar Jahre später, haben die beiden Künstler Christoph Bucher und Katarzyna Cudnik ihr Atelier im selben Haus an der Worringer Straße. Wie der Zufall es will, stellen sie nun auch ihre Bilder zum ersten Mal gemeinsam in der Produzentengalerie plan.d. aus. Und das, obwohl ihre Werke ganz unterschiedlich sind.

Katarzyna Cudnik versucht, mit ihren Bildern einen Raum zu schaffen. "Für mich sind Farben und das Spiel mit diesen sehr wichtig", erklärt die aus Polen stammende Künstlerin. Welche Farben und Formen sie in ihren Bildern verewigt, ist von ihrer Tagesform abhängig. "Wichtig ist mir, dass, wenn ich etwas anfange, es auch beende." Und sie fängt mit vielem an: So mag Katarzyna Cudnik unter anderem auch das Fotografieren, das Zeichnen und ebenso das Entwerfen von Rauminstallationen. "Ich finde, als Künstlerin ist man ständig im Wandel, da muss ich offen für alles sein", sagt die Wahl-Düsseldorferin.

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Bei ihrem Künstlerkollegen Christoph Bucher sieht das etwas anders aus. Christoph Bucher möchte den Betrachter seiner Werke still und leise in den Bann seiner Wirklichkeit ziehen. Er arbeitet vor allem und hauptsächlich mit Holz. Der Schweizer wählt als Vorbild für seine Kunstwerke das Naheliegende, vieles was ihm im Alltag begegnet, er sucht nicht nach Motiven. So malt er viel eher die Dinge, die ihn umgeben: ein Passepartout, die zusammengelegten Reststücke der zugeschnittenen Holztafeln, die Rückseite des vorgefertigten Bildträgers, die Rosen in der Vase vor ihm auf dem Tisch. Als Grundlage, also als Bildträger, verwendet er Sperrholzplatten, auf die er in vielen Arbeitsgängen zahlreiche Schichten von Wasserfarbe aufträgt. Passgenau schneidet er seine Platten aus Sperrholz zurecht. Am liebsten verwendet er für seine Kunstwerke Birke, Kiefer und Eiche.

Ähnlich wie seine Kollegin Katarzyna Cudnik lässt auch er sich treiben, lässt den Zufall walten. Welches Bild sich am Ende ergibt, ist auch für ihn stets eine Überraschung. "Das Werk entsteht durch mich, jedoch ohne unmittelbaren Einfluss von mir", sagt Bucher. Er freut sich auf die Ausstellung. Zwei bis drei Präsentationen hat er über das Jahr verteilt, meist mit anderen Künstlern zusammen. Die nun anstehende Vernissage ist eine Hommage an seinen verstorbenen Vater, den Maler Hans Bucher. Er nimmt sich in seiner aktuellen Phase der Inhalte an, denen sich auch schon sein Vater widmete – also Türen und Fenstern voller Geheimnisse. Den Betrachter erwarten ungewöhnliche Einblicke. So malt Christoph Bucher beispielsweise eine Tür auf eine aus Birkenholz geschnitzte Tür – damit entsteht sozusagen eine Übertür. Ein hölzerner Gegenstand eben, auf Holz gemalt. "Meine Werke erzählen keine Geschichten, sind nicht aufgeladen mit Bedeutungen", erklärt Bucher. www.galerie-plan-d.de

(RP/ila)
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