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Düsseldorf: Parteien verfassen Resolution gegen Fremdenhass

Düsseldorf : Parteien verfassen Resolution gegen Fremdenhass

Die CDU in der Bezirksvertretung 7 hatte sich zuletzt mit ihrem Dringlichkeitsantrag, die "Häufigkeit" von Flüchtlingsunterkünften in Ludenberg und Hubbelrath zu vermeiden, zumindest in dem politischen Gremium nicht unbedingt Freunde gemacht. Es kam zu einer Auseinandersetzung, die im Tonfall für die BV7 ungewöhnlich scharf ausfiel.

Die direkt betroffenen Anwohner dürften das größtenteils anders gesehen haben. In den vergangenen Wochen hatten sich die Bürgergruppierungen an den Standorten für mobile Unterkünfte Am Bongard und an der Blanckertzstraße sowie rund um die Bergische Kaserne, wo das Land eine Erstaufnahme plant, lautstark zu Wort gemeldet und die Argumente der CDU aufgegriffen. An dieser Haltung konnte auch eine gut besuchte Informationsveranstaltung mit Oberbürgermeister Thomas Geisel im Gerresheimer Gymnasium nur bedingt etwas ändern.

Ungeachtet des zurückliegenden Streits zogen jetzt alle Parteien in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung 7 an einem Strang: In einer "Resolution gegen Fremdenfeindlichkeit" verurteilen CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke gemeinsam "jegliche Form von Ausgrenzung, Diskriminierung, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und religiösen Extremismus". Stattdessen sprechen sich die Mitglieder der BV7 für "kulturelle Vielfalt, Demokratie, Toleranz, Respekt, Willkommenskultur und ein harmonisches Miteinander aller Bewohner" aus.

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Beim Punkt Willkommenskultur gehen SPD, FDP, Grüne und Linke noch einen Schritt weiter. Sie haben einen Antrag gestellt, um die Unterbringung von Flüchtlingen zu unterstützen. Es geht um die Schaffung von kleineren Spielplätzen und die Bereitstellung von Gruppenräumen für Sprachunterricht. Auch die Frage, inwieweit sich die Kirche vor der Bergischen Kaserne als Gebetsraum eignet, wird thematisiert.

(arc)