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Ludenberg: Konflikt zwischen Mountainbikern und Spaziergängern

Ludenberg : Konflikt zwischen Mountainbikern und Spaziergängern

Beim ersten Runden Tisch suchten die Teilnehmer nach Lösungen. Die Biker wollen sich nicht aus dem Wald vertreiben lassen.

Immer wieder geraten im Grafenberger und Aaper Wald Mountainbiker und Fußgänger miteinander in Konflikt. "Das Problem sind wenige Fahrer, die aber aus der Rolle fallen und sich nicht an die Regeln halten. Das fällt dann auf uns zurück", meint Markus Klunte, Fachwart für Mountainbike im Radsportbezirk Düsseldorf beim gestrigen "Runden Tisch Mountainbiken in Düsseldorf". Einigen Spaziergängern scheinen die Radfahrer ein derartiger Dorn im Auge zu sein, dass sie zu drastischen Mitteln greifen. Auf den Wegen werden Wälle aus Ästen aufgebaut, um die Biker zu stoppen. An anderen Stellen haben Unbekannte Löcher gegraben. Diese sind nicht nur für Radfahrer gefährlich, sondern auch für Jogger und Trailrunner. Mehrere Personen hätten sich schon aufgrund der Löcher verletzt, erzählte gestern ein Biker des ersten Runden Tisch, wo die Teilnehmer versuchten, Lösungen für die Konflikte zu finden.

Aus dem Wald vertreiben lassen wollen sich die Mountainbiker nicht. Schließlich hätten sie das Recht dort zu fahren, solange sie auf den festen Wegen bleiben. So sei es im Forstgesetz festgelegt, auch wenn das Forstamt gerne etwas anderes behaupte. Aus Angst, dass die Streitereien ausarten, wollen die Mountainbiker die Stadt um Hilfe bitten. Am liebsten hätten sie ein eigenes offizielles Routennetz, das aber auch für andere, wie Cross-Jogger oder Fußgänger, offen sein soll. "Wir wollen keinen ausschließen", sagte ein Biker. Ihre Sorgen wollen die Radsportler jetzt beim städtischen Runden Tisch für die Tour de France zur Sprache bringen.

Für ein gewisses Unverständnis sorgte die Entwicklung des sogenannten "Dirtparks" für Mountainbiker in Mörsenbroich. Das Gelände wird von der Jugendfreizeiteinrichtung Rath betrieben. Ein Zaun, Erde und ein Container werden zu Verfügung gestellt. Problematisch ist jedoch, dass es keine Firma gibt, die den Trail baut. Auch ein Konzept für den Park gibt es noch nicht. Da es doch recht gefährlich sei, einen solchen Park ohne Fachwissen aufzubauen, suchen die Teilnehmer des Runden Tisches nach Lösungen. Wer sich auskennt, helfen kann und will, kann sich an den Mountainbike-Club Düsseldorf wenden, der als Mittler zur Freizeiteinrichtung wirkt. Die Jugendlichen, die den Park künftig nutzen, sollen in die Planung einbezogen werden. Sie wüssten schließlich am besten, was sie brauchen, hieß es.

(RP)