Engländersiedlung in Lohausen soll Aussehen behalten.

Wohnen : Erhalt der Engländersiedlung

Zurzeit werden dort Häuser verkauft, die dann umgestaltet werden dürfen.

Nördlich der Lohauser Dorfstraße rund um die Anna-von-Krane-Straße befindet sich die sogenannte Engländersiedlung. Dabei handelt es sich um 51 ehemalige Offiziershäuser der englischen Armee, die sich seit 1999 im Besitz der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) befinden. Charakteristisch für diese Siedlung aus den 1960er Jahren ist das einheitliche Erscheinungsbild der weißen, zweigeschossigen Häuser, die sehr schlicht gehalten sind. Dass dieses geschlossene Siedlungsbild zerstört werden könnte, befürchtet nun Bezirksbürgermeister Stefan Golißa (CDU). Denn die SWD verkauft zurzeit Häuser, wenn diese leer stehen. Aber auch Mieter haben die Möglichkeit, das von ihnen bewohnte Haus zu erwerben.

„Für uns ist der Erhalt dieser Häuser, der jeweils 40.000 bis 50.000 Euro kosten würde, nicht wirtschaftlich. Zu den Zielen unserer Gesellschaft gehört es zudem nicht, Einfamilienhäuser mit Gärten zu vermieten, sondern Wohnraum im Geschosswohnungsbau zu schaffen“, sagt SWD-Vorstand Jürgen Heddergott. Aktiv würde die SWD, der 8500 Wohnungen in Düsseldorf gehören, allerdings nicht mit den Häusern auf den Markt gehen.

Golißa befürchtet, dass die nun neuen Besitzer nach und nach die Siedlungsstruktur zerstören werden. „Wie das geschieht, zeigt das Beispiel der alten Engländersiedlung an der Bausenheide sehr deutlich. Hier ist durch verschiedenste Sanierungs- und Renovierungsarbeiten das Aussehen der Häuser verändert worden. Einige Besitzer haben beispielsweise die Häuser bunt gestrichen, mit Klinkern verkleidet oder umgebaut.“ Da es für die Engländersiedlung an der Lohauser Dorfstraße keinen Bebauungsplan gebe, sei dort auch unter Umständen ein Abriss der Häuser und ein Neubau möglich.

Und der könnte gegebenenfalls sogar größer ausfallen. „Das will ich vermeiden und werde im November in der Bezirksvertretung über einen Antrag beraten lassen, der die Aufstellung eines B-Planes für dieses Gebiet vorsieht“, sagt Golißa. Mit solch einem Plan könnte eine Veränderung der Siedlungsstruktur verhindert werden.

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