Wohnstift Haus Lörick in Düsseldorf investiert in die Zukunft

Bauen in Düsseldorf : Haus Lörick investiert in die Zukunft

Der Trägerverein baut ein architektonisch ansprechendes Parkhaus. Auch der angrenzende Saal wird saniert. Insgesamt werden sieben Millionen Euro investiert.

460 Bewohner fühlen sich im Haus Lörick am Grevenbroicher Weg wohl. 966 und damit mehr als doppelt so viele stehen auf der Warteliste. Diese Zahlen sprechen für die Qualität des Premiumhauses. Allerdings haben sich seit der Eröffnung 1969 die Gewohnheiten der Bewohner mit einem Altersdurchschnitt von heute 79,6 Jahren verändert. „Die Motorisierung hat stark zugenommen. Viele der Bewohner haben zwei Pkws“, erklären der Geschäftsführer des Vereins Haus Lörick Wohnstifte, Norbert Molitor, und der Vorstandsvorsitzende Helmut Rattenhuber. Sie wissen, dass zu einem Haus, das durch die Qualität seiner Räumlichkeiten, der Außenanlagen und des gut abgestimmten Kulturprogramms hoch im Kurs steht, auch ausreichend Parkmöglichkeiten gehören: „Es ist existenziell, zu den Wohnungen auch Parkflächen anzubieten.“ Für die Mitarbeiter ist das ebenfalls ein wichtiges Thema. „Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist nicht optimal“, sagt Molitor. So entstand der Entschluss, „ein ordentliches Parkhaus“ zu errichten.

Der Bauantrag wurde 2016/17 eingereicht, 2018 genehmigt, seit Ende Februar wird gebaut. „Kein ausschließliches Zweckparkhaus, sondern ein Parkhaus, das einen architektonischen Anspruch hat“, so Molitor. An das Haus 2 angedockt entsteht eine Großgarage für rund 190 Parkplätze (zurzeit sind es gut 110). Das eigentliche in einer Stahlbetonkonstruktion erstellte Parkhaus wird von Klinkern frei verkleidet. Sie garantieren natürliche Belüftung und sind architektonisch ein Hingucker. „Diese Klinker passen sich einigen Häusern hier in der Umgebung an und heben sich bewusst von den Wohnhochhäusern ab. Wir möchten Akzente setzen“, erklärt Molitor.

Das Innere der Garage ist auf die Zukunft und die E-Mobilität ausgerichtet und wird acht Parkplätze mit Ladestationen bieten. „Die Fläche kann erweitert werden“, ergänzt Helmut Rattenhuber. Die Ökologie spielt bei diesem Bauvorhaben ohnehin eine große Rolle. Denn nicht nur die Großgarage wird gebaut, auch der angrenzende Saalbau wird saniert: „Er stellt eine Besonderheit unter den Wohnstiften und Senioren-Residenzen dar.“ Das ineinander übergehende Flachdach vom Parkhaus über den Saalbau – mit einer Dachhaube aus mattem Zink – und die Rezeption bis zum Anschluss an das Hochhaus werden begrünt: „So haben die Bewohner beim Blick von oben eine ansprechende Optik und wir schaffen zusätzlich CO2-amortisierende Flächen.“

Mehr Grün wird es auch im Eingangsbereich zum Haus 2 geben. „Wir entsiegeln Flächen, ersetzen die gefällten elf Bäume durch mindestens 18 neue“, betont Molitor. Die mit Bänken bestückte Fläche erhält eine neue Beleuchtung, außerdem wird die Gelegenheit des aufgegrabenen Bodens genutzt, um die Heizkessel von 1985 gegen einen Anschluss an die Fernwärme auszutauschen. Auch der digitalen Zukunft wird Rechnung getragen. „Das Inte­resse unserer Bewohner an der Digitalisierung nimmt zu,“ weiß Wohnstiftleiterin Felizia Herrmann. Die seit Ende Februar bestehende Bauphase bringt Unannehmlichkeiten, die aber Ende dieses Jahres vorbei sind. „Das Parkhaus und die Freianlagen sind dann fertig. Aber verklinkert werden kann erst im Frühjahr“, erklärt Molitor.

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