Lörick: Rheinhochwasser blockiert Bauarbeiten im Löricker Freibad

Lörick: Rheinhochwasser blockiert Bauarbeiten im Löricker Freibad

Das alte Schwimmerbecken im Löricker Strandbad wird durch ein Edelstahlbecken ersetzt. Auf Wunsch der Schwimmer, die regelmäßig das Strandbad besuchen, werden die 50 Bahnen beibehalten. Wegen des steigenden Rheinpegels wurden die im November 2017 gestarteten Bauarbeiten gestoppt. "Die Baustelle wurde gesichert, die Baugrube mit etwa 3000 Kubikmeter Kies gefüllt", teilt Carina Jakobi vom Marketing der Bädergesellschaft mit. Dadurch werde eine Unterspülung des Deiches verhindert. Weiterhin seien Teile der Badewasseraufbereitung ausgebaut und weitere Sicherungen getroffen worden, damit das Freibadgelände für die vorhergesagten Pegelstände von 7,50 Metern gerüstet sei. Als nächste Schritte waren Tiefbauarbeiten und der Bau der Bodenplatte geplant.

Beim Austausch des Schwimmerbeckens handelt es sich um den zweiten Bauabschnitt. Bereits 2011 waren als Folge der Beschädigungen durch das Januar-Hochwasser das Mehrzweck- und beide Kleinkinderbecken durch Edelstahlbecken ersetzt worden. Der Umbau hat damals 1,9 Millionen Euro gekostet, "und fast die gesamten Einnahmen der Saison 2011", ergänzt Carina Jakobi. Denn das Bad sei nur wenige Wochen wegen der umfangreichen Bauarbeiten geöffnet gewesen. Das aus gefliesten Betonplatten bestehende Schwimmerbecken war zu der Zeit nicht ausgetauscht worden, weil es nach dem Hochwasser keine Schäden hatte.

Durch den Baustopp, dessen Ende noch nicht klar definiert ist, sind wiederum mehrere Wochen Verzögerungen durch Witterungsbedingungen zu erwarten. Zum Beispiel können sich Schneefall, starker Frost oder eben Hochwasser negativ auf den Zeitablauf auswirken. Die Rede ist von mehreren Wochen Stillstand. Trotzdem sollen die Arbeiten bis zum Beginn der Freibad-Saison abgeschlossen sein. Unter gewöhnlichen Umständen wird das Löricker Schwimmbad im Mai eröffnet.

Die Kosten für den Bau des Edelstahlbeckens werden mit 2,2 Millionen Euro beziffert.

(hiw)