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Lörick: Keine neuen Bäume fürs Kirschbaumwäldchen

Lörick : Keine neuen Bäume fürs Kirschbaumwäldchen

Das "Kirschbaumwäldchen" wird nicht wieder aufgeforstet. Das teilt die Verwaltung den linksrheinischen Bezirksvertretern mit. Zur Begründung heißt es, dass es sich bei dem Gebiet zwischen Walther-Hensel-Straße und Am Kirschbaumwäldchen zum großen Teil um "eine Fläche zur Erhaltung und Entwicklung von natürlichem Aufwuchs" handele. Gemäß der textlichen Festsetzung im Bebauungsplan sei sie der Eigenentwicklung zu überlassen. "Aus Verkehrssicherheitsgründen haben dort umfangreiche Grünschnittarbeiten und Baumfällungen vorgenommen werden müssen", so die Verwaltung.

Die Anwohner geben sich damit nicht zufrieden und haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen (die RP berichtete). Nach wie vor sind sie überzeugt, dass Orkan "Ela" zwar einige Baumkronen beschädigt habe, aber ansonsten gesunde Bäume gefällt worden seien. "Ohne sich über eine Neupflanzung Gedanken zu machen", wie Reinhard Omir, Sprecher der Anwohner, kritisiert. Jetzt werde überlegt, wie sie weiter verfahren sollen, um bei den Verantwortlichen doch noch Gehör zu finden. Omir: "Denn wenn dort nichts getan wird, entwickelt sich das Kirschbaumwäldchen zur Unkrauthalde und im schlimmsten Fall zur Dreckecke." Sie werde bereits zur Müllentsorgung genutzt.

Grund für die auf etwa 40 Mitglieder gewachsene Initiative, nicht locker zu lassen. "Inzwischen ist das gesamte Umfeld sensibilisiert", weiß Omir. "Viele Leute sprechen mich an." Schließlich handelt es sich um die Reste der Radrennbahn, die einst über Düsseldorfs Grenzen hinaus bekannt und beliebt war. Ein "Bodendenkmal" sozusagen, das nach Meinung der Anwohner geschützt werden sollte. Einigen geht es aber auch um die Wohnqualität wie beispielsweise Helmut Holthoff bestätigt. "Wegen der Bäume und des vielen Grüns haben wir uns vor 23 Jahren entschlossen, hier zu bauen."

(RP)