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Lörick: Ein neuer Laden fürs Lörick-Karree

Lörick : Ein neuer Laden fürs Lörick-Karree

Am 1. Februar eröffnet Stefanie Becker ein Secondhand-Geschäft rund ums Kind. Damit bekommt das trostlose kleine Einkaufszentrum wieder mehr Farbe. Die Arbeitsgruppe Wohnen bemüht sich weiter um eine Belebung des Zentrums.

Ins kleine Einkaufszentrum Lörick-Karree kommt Leben: Die Niederkasselerin Stefanie Becker, bekannt durch ihren Mädchennamen Schröder, hat die Initiative ergriffen und ist gerade dabei, ein schon lange leerstehendes Geschäft in einen "Kindersecondhandladen" zu verwandeln. Am 1. Februar wird sie es unter dem Namen "Secondluck" eröffnen.

"Ich habe diesen Namen gewählt, weil ich damit mein ,Glück' mit meinen beiden Kindern Hanna und Alexander Sebastian sowie meinem Ehemann Jens ausdrücken möchte", erzählt sie. Mit viel Temperament und noch mehr Begeisterung spricht sie von ihrem Familienunternehmen, das nun kurz vor dem Start steht. Sie kann es kaum erwarten, loszulegen in dem mehr als 150 Quadratmeter großen Raum, der sich auf der einen Seite zur Wickrather Straße öffnet, zur anderen zum Lörick-Karree. Einst befand sich dort ein Eiscafé. Neben Kinderkleidung, Spielzeug und Büchern aus zweiter Hand bietet sie auch Möbel, Handarbeiten von "Memiyo", Back- und Dekoartikel von "Rheinbags" sowie Kunstobjekte unter anderem von "Kalligrafie-und Farbe" an. "Es wird auch ein Kinderprogramm geben, eine Spielecke und einen Wickeltisch sowie ein Elterncafé, in dem Kinder, Mütter, Väter und Großeltern gleichermaßen willkommen sind", ergänzt Stefanie Becker.

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Sie hat sich viel vorgenommen — und das wurde dann auch von der "Arbeitsgruppe Wohnen" der Stadtbezirkskonferenz hochgelobt. Dazu gehören die linksrheinischen sozialen Einrichtungen, die Zentren plus, der Seniorenbeirat und der Verein "Miteinander Wohnen in Verantwortung". Diese Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das trostlose Lörick-Karree wieder zu einem zentralen Einkaufszentrum und Stadtteilplatz zu entwickeln. Denn seit etlichen Jahren stehen einige Ladenlokale leer, zuletzt schloss der Kaiser's Supermarkt.

Ein erster Schritt, die Nahversorgung, vor allem für die zahlreichen, nicht mobilen Löricker zu verbessern, erfolgte im Oktober, als es der "Arbeitsgruppe Wohnen" gelang, den Gemüsestand von Wilma Tillmanns jeweils donnerstags ins Lörick-Karree zu holen. Noch läuft der Verkauf nicht so gut wie vor der St. Antoniuskirche. Dort bietet der Familienbetrieb Tillmanns seit vielen Jahren frisches Gemüse und Obst. Damit das künftig auch in Lörick klappt, hat sich die Initiative etwas Neues einfallen lassen.

"Einmal im Monat donnerstags bieten wir dort eine Open-Air-Veranstaltung an", sagt Gisela Theuringer, linksrheinische Vertreterin des Düsseldorfer Seniorenbeirats. Zuletzt hatte sie dazu den Vorsitzenden Friedhelm Kückemanns eingeladen, der die Besucher über die Arbeit des Seniorenbeirats informierte — musikalisch begleitet von DJ Amadeus, alias Wolfgang Ressel, der alte Schlager zum Besten gab. "Wenn sich etwas rührt im Lörick-Karree, dann läuft auch der Verkauf", stellt die Gemüsefrau zufrieden fest.

Zum Glück fürs Lörick-Karree gibt es noch eine Apotheke und ein Hausarztzentrum, denn die bringen Laufkundschaft auch für das Uhren- und Optikergeschäft, die Reinigung sowie das Änderungsatelier und nicht zuletzt für den Blumenladen von Coletta Wahl. Vor vier Jahren hat sie das seit etwa 1990 existierende Geschäft übernommen. "Ich bin froh über die Nachbarschaft. Wir versuchen, uns wacker zu schlagen. Das vergangene Jahr war zudem wegen des langen Winters schwierig." Nun gibt es Hoffnung, dass die seit Februar 2012 leerstehenden Räume des Supermarktes neu genutzt werden. Gisela Theuringer: "Wir suchen den Kontakt zum Eigentümer der Immobilie.

Ein Café oder Einzelhandel wären wünschenswert." Das würde auch Barbara Lonnemann vom Bewohnerbeirat Haus Lörick entgegenkommen: "Für ältere Leute war es immer nett, im Lörick-Karree einzukaufen. Es liegt auf halbem Weg zum Supermarkt an der Philippuskirche/Hansaallee." Bis dorthin zu laufen, sei doch sehr weit. Johanna Goffin teilt ihre Meinung und entkräftet die Aussage, dass die Bewohner von Haus Lörick kaum einkaufen gingen. "Wer laufen kann, geht auch im Lörick-Karree Besorgungen machen, verbunden mit einem Schaufensterbummel, wenn es denn auch etwas zu sehen gäbe."

(RP)