Startschuss für Quartiersprojekt #mitwirken4 In Lörick soll bald mehr los sein

Düsseldorf · Der Startschuss für das Nachbarschaftsprojekt „#mitwirken4“ war gut besucht. Es sind viele Ideen gefunden worden, was man im Stadtteil künftig alles an Angeboten anbieten kann: von Repair-Café bis Chor.

Nicola Johann und Peter Wieß führten in Lörick durch die Kick-off-Veranstaltung des Quartierprojektes.

Nicola Johann und Peter Wieß führten in Lörick durch die Kick-off-Veranstaltung des Quartierprojektes.

Foto: RP/tino

Was ist los in Lörick? Vielen Lörickern offensichtlich nicht genug, denn bei der Kick-off-Veranstaltung des Nachbarschaftsprojektes „#mitwirken4“ war der Gemeindesaal der Philippus-Kirche an der Hansaallee gut besucht. Das Quartiersprojekt der Diakonie will die Menschen im linksrheinischen Düsseldorf und besonders in dem vom Gegensatz von ländlicher Idylle und vielen Bürohochhäusern geprägten Stadtteils dabei unterstützen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam aktiv zu werden, um die Lebensqualität im Viertel zu verbessern.

„Die Diakonie hat von der evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Oberkassel den Auftrag erhalten, sich um die nachbarschaftliche Entwicklung in Lörick zu kümmern. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten der Kirchengemeinde und des Zentrums plus möchten wir eine gemeinsame Quartierentwicklung initiieren und zwar insbesondere in den Gebieten, die geografisch nicht unmittelbar im Einzugsbereich der Kirchen liegen“, erläutert Projektkoordinatorin Nicola Johann. „Um herauszufinden, was gewünscht wird, haben wir viele Einrichtungen, Vertreter der örtlichen Politik und Bürger des Quartiers eingeladen.“

Johann ist seit einem Jahr für das von der Glücksspirale mitfinanzierte Projekt im Linksrheinischen als Koordinatorin tätig. Dabei kann sie auf Erfahrungen der Diakonie-Quartiersprojekte in Urdenbach und Gerresheim zurückgreifen. Dass für einige Einwohner das vorhandene nachbarschaftliche Angebot in Lörick nicht ausreicht, bewies die angeregte Ideenfindung an den fünf Arbeitstischen. Schnell füllten sich die großen, leeren Blätter mit handschriftlich notierten Vorschlägen für die Themenbereiche „Ideen für den Stadtteil“, „Anregungen an die Lokalpolitik“, „das Ehrenamt“, „generationenübergreifende Angebote“ und „Räume im Quartier“. Wobei bei den Räumen nicht nur überdachte Räume mit vier Wänden drum herum gemeint sind. Es ging auch um die Nutzung von beispielsweise Spielplätzen, Grünanlagen und alles, was im öffentlichen Raum als Veranstaltungsfläche nutzbar sein könnte.

Viele der Kick-off-Teilnehmer beklagten, dass Lörick kein richtiges Zentrum habe. Das aber soll sich demnächst ändern, versprach Stefanie Becker. Sie ist Center-Managerin des Lörick-Karrees. „Das Karree soll ein offenes Zentrum für alle werden. Dafür haben wir unter anderem schon immer mit einer Gastronomie und Nahversorgern geplant“, erläuterte Becker: „Und auch der soziale Aspekt ist uns wichtig. Auf dem Platz zwischen den beiden Gebäuden können und sollen auch Feste, ein Weihnachtsmarkt, Begegnungen und vieles mehr stattfinden.“ Nur wann das so weit sein wird, weiß niemand. Zwar ist die Baugenehmigung erteilt, aber wegen der aktuellen Lieferkettenprobleme, des Baumaterial- und Arbeitskräftemangels weiß niemand, wann genau die Abrissarbeiten der alten und anschließend die Bauarbeiten für die neuen Gebäude beginnen können, bemerkte Becker.

Nicola Johann hat bis dahin schon jede Menge zu tun, denn Ideen und Vorschläge gab es viele. Favorisiert wurden etwa ein Repaircafé für Elektrogeräte, eine Fahrradwerkstatt, Computer- und Smartphone-Beratung für die ältere Generation, Sprachunterricht für Flüchtlinge oder auch ein generationsübergreifendes Chorprojekt. Jetzt liegt es an der Projektkoordinatorin, die Leute zu finden, die die jeweiligen Aktionen mit Leben füllen und leiten, und sie muss sich auch nach Räumlichkeiten umschauen, in denen in Lörick gesungen, repariert, unterrichtet und beraten werden kann. „Da ist einiges an Ideen zusammengekommen. Genau das war ja auch das Ziel“, erklärte die „#mitwirken4“-Projektleiterin. „Wir wussten bereits in der Vorbereitung der Veranstaltung, dass wir anschließend viel Arbeit haben werden. Jetzt heißt es: Es gibt viel zu tun, packen wir es an.“

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