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Lörick: Dragons: Zufrieden trotz Niederlagen

Lörick : Dragons: Zufrieden trotz Niederlagen

Die Mannschaft aus Lörick gewinnt in der 1. Rugby-Liga nur selten, sieht die Zeit in der höchsten Spielklasse aber als wertvoll für die Entwicklung des Teams an. Vor dem Aufstieg waren die Spieler selten richtig gefordert.

Die Rugbyspieler der Dragons sind mächtig stolz darauf, dass sie mit einem so geringen Etat, wie sie ihn zur Verfügung haben, in der 1. Rugby-Liga mitmischen können und dabei noch ab und an Erfolge feiern. Drei Siege haben sie in der laufenden Saison eingefahren. Der wichtigste war dabei der im Dezember über Eintracht Frankfurt, der den Klassenerhalt so gut wie perfekt machte. "Wir können den Rest der Saison nun locker angehen, weil wir nicht mehr in Abstiegsgefahr schweben", meint Dragons-Pressesprecher Igor Gerasimovski.

In der ersten Saisonhälfte haben die Löricker noch viel Lehrgeld bezahlt und kein einziges Spiel gewonnen. In der sechs Teams umfassenden Bundesliga-West wurden sie somit Letzter. Die vier Erstplatzierten spielen weiter um die Deutsche Meisterschaft, die Dragons kamen als Schlusslicht dagegen gemeinsam mit dem Vorletzten in den DRV-Pokal, wo es um die Ränge 17 bis 32 geht.

"Die Bundesliga-West ist bärenstark, wir hatten keine Chance", so der Pressesprecher, der bis vor einigen Jahren noch selbst spielte. Im DRV-Pokal finden sich die Schützlinge von Trainer Dave Whitley gut zurecht und gewannen drei Partien. "Und einige weitere hätten wir für uns entscheiden können, verloren aber ganz knapp", so Gerasimovski. Für die Löricker ist die 1. Liga ein Segen, auch wenn sie in den meisten Partien als Verlierer vom Platz gehen müssen. "Es sind großartige Erfahrungen, die wir machen", sagt Gerasimovski schwärmerisch. "Wir können sehr viel lernen. Und wir müssen in jedem Spiel psychisch und physisch an unsere Leistungsgrenze gehen. In der Zeit vor dem Aufstieg waren wir kaum einmal gefordert und haben die meisten Spiele ohne große Vorbereitung gewonnen."

Damals hatten die Dragons auf den Aufstieg verzichtet, weil sie die weiten Reisen aus finanziellen Gründen scheuten. Nun sind sie froh, dass sie den Schritt in Liga eins schließlich doch gewagt haben. Mit Spannung beobachten die Dragons ihre eigene sportliche Entwicklung. Gegenüber dem vergangenen Jahr, dem ersten in der 1. Liga, haben sie sich bereits gewaltig gesteigert. Dreh- und Angelpunkt der Truppe, die vorwiegend aus Iren besteht, ist Stefan Hamann. Der 27-Jährige, der kürzlich für die Deutsche B-Auswahl in Katar ein Turnier bestreiten durfte, ist Center und ein Vorbild an Einsatzwillen.

Die Dragons haben mit John O'Toole und Matthew O'Brian weitere erstaunliche Spieler in ihren Reihen, die ihre Fans am Seestern begeistern. Sie könnten beim ASV Köln mehr erreichen, bleiben wegen der familiären und guten Atmosphäre aber trotzdem lieber in Düsseldorf. "Wir wollen gar nicht so professionell werden wie die Kölner", sagt Gerasimowski. "Bei uns geht es rein um die Freude am Spiel. Und das soll auch so bleiben." Noch drei Begegnungen stehen aus. Am 1. März geht es für die Löricker nach München zum RFC München.

Der Kader: Gerd Gerhards, Florian Heistermann, Stephan Enders, Stefan Hamann, Marc Rockrohr, Sebastian Ledere, Alexander Bender, Marc Lovell, John Tompson, Tom Argyle, Matt O'Brian, Michael Colmshire, Dennis Voss, Thomas Lernout, Christian Kitschenberg, Georg Lamers, Daniel Hund, Nedeel Folar, Nick Burckhard, John Geenhan, Jonas Holtkemper, Giacomo Bertini. Trainer: Dave Whitley.

(RP)