Lörick : Anwohner ärgern sich über Müll

Am Elfgenweg in Lörick wird regelmäßig Abfall entsorgt.

Hans Joachim Haberstock ärgert sich, wenn er mit seiner Hündin Cleo am Ende des Elfgenweges den schön angelegten Fußweg zur Oberlöricker Straße entlanggeht. "Überall liegt Müll herum", stellt er bei einer Ortsbesichtigung fest. "Dort hinten am Baum liegen sogar zwei Plastiksäcke mit undefinierbarem Inhalt." Weiter vorne liegen die Reste ausrangierter Möbel. Froh sei er, dass Hündin Cleo kein Interesse hat, sich den Säcken zu nähern. Er wohne seit 28 Jahren nicht weit vom Gehweg entfernt, aber die Verschmutzungen seien erst in jüngster Zeit entstanden.

Direkt nebenan liegt die Flüchtlingsunterkunft Oberlöricker Straße; deren Bewohner stehen aber nicht in Verdacht, für das Chaos verantwortlich zu sein. Die Unterkunft verfügt selbst über ausreichend Müll-Container, die auch nicht überfüllt sind. Wer die Natur als Deponie missbraucht, ist bislang unklar. Die Nachbarn wohl eher nicht, "denn die stehen hinter mir, beklagen sich ebenfalls", berichtet Haberstock. Schließlich handele es sich dort um ein letztes Fleckchen urwüchsigen Grüns nebst einem Birkenwäldchen, das die Idylle geradezu perfekt mache. "Wir haben an die Stadt mehrfach appelliert, Papierkörbe oder einen Container am Weg aufzustellen", ergänzt Haberstock. "Bisher hatten wir keinen Erfolg."

Den Weg hatte die Stadt im Zuge des Aufbaus der Flüchtlingsunterkunft von einem Trampelpfad in einen komfortablen Spazierweg umgewandelt. Ein naturbelassenes hölzernes Geländer schützt vor dem abschüssigen Teil am Elfgenweg. Er ist vor allem für die Flüchtlinge hergerichtet worden, damit sie die verkehrsreiche Oberlöricker Straße umgehen und zügig die Einkaufszentren erreichen können. "Es geht uns nicht um die neuen Bewohner Löricks", betont Haberstock. "Sie stören uns nicht und auch die Anlage fügt sich gut in die Umgebung ein." Aber wünschenswert wäre es aus seiner Sicht, wenn die Stadt das Areal im Einzugsbereich des Gehwegs in einem guten Zustand halten würde.

(RP)