Lierenfeld: Viele Fragen zu Königsberger Straße

Baupläne: Viele Fragen zur Königsberger Straße

Die Themen Parken, Müll und Verkehr beschäftigen die Anwohner des Geländes.

Türen gibt es viele auf dem Gelände der Dieter-Forte-Gesamtschule, die meisten davon verschlossen. So war es für die Besucher der städtischen Informationsveranstaltung dann auch erstmal gar nicht so einfach, die Aula zu finden. Vielleicht sind auch deshalb einige Stühle leer geblieben, obwohl es im Vorfeld aus der Nachbarschaft des früheren Röhrenlager-Areals Hoberg & Driesch viel Kritik an den Bauplänen gab. „Schulaulen haben wir aber auch in unserem Stadtteil“, sagte eine Besucherin, die vermutete, dass der Weg bis in den Süden Ellers für einige Lierenfelder zu weit gewesen ist. Weil der Andrang zuletzt aber so groß gewesen ist bei einem Infoabend der CDU, suchte die Stadt einen Ort, an dem es ausreichend Platz gibt, „wenn nicht alle reindürfen, ist es keine Öffentlichkeitsbeteiligung“, meinte Ilka Schiller vom Stadtplanungsamt. Sie gab einen groben Überblick über das Projekt und das weitere Verfahren, bevor die Besucher Fragen stellen und Anregungen geben konnten.

Vor allem die bereits bestehende Parkplatznot im Vierteil war immer wieder Gegenstand der Debatte: „Der Kampf am Tulpenweg wird weitergehen“, fürchtete eine Anwohnerin, „bei 220 Wohneinheiten brauchen Sie doch 300 Stellplätze“, forderte ein Nachbar. Geplant sind 57 Besucherparkplätze an der Straße An der Schützenwiese, am Tulpenweg und im Quartier selbst. Zu wenig, wie viele Lierenfelder finden, die zudem einen Verkehrsinfarkt erwarten, wenn die Zufahrt zur Tiefgarage über die Königsberger Straße realisiert wird. „Wir kommen heute schon kaum aus dem Wilhelm-Heinrich-Weg raus“, sagte ein Mann, der ein düsteres Bild malte: „Es wird sich bis nach Flingern, zur Müllverbrennungsanlage, zur A46 stauen.“ Er wünschte sich, dass die Zufahrt in das neue Wohnviertel nur über die Straße An der Schützenwiese abgewickelt wird. Dazu braucht die Kreuzung mit der Königsberger Straße eine Ampel. Wie die Müllwagen durch den Tulpenweg kommen, fragte sich ein anderer Besucher der Veranstaltung, „soweit sind wir noch gar nicht in der Planung“, erklärte Schiller, die aber versicherte, dass der Tulpenweg verbreitert und die Strecke gemeinsam mit der Awista abgefahren wird, um ein sinnvolles Konzept zu erstellen.

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Schließlich wurde auch nochmal die Erhöhung der Geschosse thematisiert, „wer hat die Vorgabe eigentlich gemacht?“, fragte Christian Rütz (CDU). „Wir haben Wohnungsmangel“, sagte Schiller, „wo es städtebaulich vertretbar ist, schaffen wir Raum“.

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