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Lierenfeld: Erkrather Straße: Versuch macht klug

Lierenfeld : Erkrather Straße: Versuch macht klug

Die Stadtteilpolitiker wollen dem geplanten Verkehrsversuch eine Chance geben, sie stellen aber auch Bedingungen.

Zwischen Eligweg und Schlesische Straße wird auf der Erkrather Straße eine ÖPNV-Spur eingerichtet, dafür soll die Fahrbahn für Autos auf eine Spur verengt werden. Ein Test ist das für die Stadt zunächst, sie will schauen, ob das Auswirkungen auf die ohnehin viel befahrene Erkrather Straße hat. Dass die Beschlussvorlage nicht einfach durchgewunken wird von den Stadtteilpolitikern der Bezirksvertretung 8, wurde schon im Vorfeld deutlich. Christian Rütz (CDU) findet Verkehrsversuche prinzipiell gut, manche funktionieren, wie auf der Grafenberger Alle, andere nicht, wie der Südring oder der Höherweg gezeigt haben. Bei der aktuellen Planung fürchtet er, "dass Lierenfeld im Chaos versinkt". Seine Bedenken macht er auch nach dem Vortrag der Verwaltung in der Sitzung der Bezirksvertretung deutlich: "Warum muss die Spur dauerhaft gesperrt werden", fragt er und schlägt eine dynamische Beschilderung vor. "Die Sache ist nicht zu Ende gedacht", so Rütz.

Markus Dreist von der SPD dagegen begrüßt das Projekt, er glaubt nicht, dass neue Staus entstehen, "sie werden nur verlagert", vermutet er. Und genau diesen Punkt greift Parteikollegin Claudia Albes auf: "Die Schützenwiese leidet schon heute, die von vielen als Schleichweg genutzt wird", sagt die Politikerin und stellt die Bedingung, die Schützenwiese ebenfalls zu beobachten beim Verkehrsversuch. Außerdem fordert sie, den Versuch abzubrechen, sollte die Situation aus dem Ruder laufen. Aber: "Versuch macht klug", so Albes.

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Zwischen den Oster- und Sommerferien soll die ÖPNV-Spur eingerichtet werden, auf sechs Monate wird das Projekt erstmal begrenzt sein. Nach drei Monaten will die Verwaltung erste Ergebnisse präsentieren, dazu Verkehrszählungen beauftragen und Routenaufzeichnungen über die Firma TomTom einkaufen. Ziel ist es, die U75 attraktiver zu machen, zu oft habe die Linie Verspätung, zu häufig funktioniere der Anschluss nicht. Für Autofahrer wird die Einspurigkeit voraussichtlich zu einer Geduldsprobe, das zeigt sich auch an anderer Stelle, wie auf der Heerdter Landstraße, wo sich regelmäßig Richtung Handweiser die Pkw stauen und auf den Gleisen kaum eine Bahn zu sehen ist. Und beim geplanten Verkerhsversuch auf der Flurstraße sind Autofahrer sehr skeptisch.

(RP)