Wohnsiedlung in Düsseldorf Lichtenbroich wird umgestaltet und umbenannt.

Wohnungsbau Düsseldorf Lichtenbroich : In Lichtenbroich gibt es jetzt ein Wiesenviertel

Die Umgestaltung der Siedlung rund um den Einbrunger Weg schreitet voran. Dort wird zusätzlicher Wohnraum auch für Senioren entstehen.

Die Wohnsiedlung der Düsseldorfer Bau- und Spargenossenschaft (DüBS) entlang des Volkardeyer Weges aus den 1950er Jahren erhält den Namen Wiesenviertel. Damit soll die bislang im Volksmund gebräuchliche Bezeichnung „Klein Korea“, (die war entstanden, weil die Siedlung zur Zeit des Koreakrieges gebaut wurde), der Vergangenheit angehören. Aber nicht nur der Name ist neu, in den nächsten Jahren wird das Quartier nach und nach umgestaltet.

„Wiesenviertel schien uns passend, weil das Viertel an sich schön grün ist und zudem die große Wiese am Einbrunger Weg erhalten bleibt. Sie ist ein beliebter Treffpunkt und wird für viele Aktionen wie den Trödelmarkt und Sport im Park genutzt“, sagt Niels Klein, Sprecher des DüBS-Vorstandes. Um die Identifikation mit dem Quartier zu stärken, erhalten die einzelnen Abschnitte davon ebenfalls Blumennamen wie Mohnfeld oder Sonnenblumenfeld.

Die Umgestaltung der Siedlung mit ihren ursprünglich 212 Ein- und Zweifamilienreihenhäusern mit insgesamt 361 Wohneinheiten ist bereits in vollem Gange und wird sich voraussichtlich bis 2027 hinziehen. Am Einbrunger Weg wurden einige stark sanierungsbedürftige Häuser abgerissen und durch Neubauten ersetzt, die statt 80 nun 125 Quadratmeter Wohnfläche besitzen. Ein weiterer Häuserblock entlang des Volkardeyer Weges wurde jetzt nach und nach leergezogen. Die Gebäude sollen noch in diesem Jahr abgerissen und im nächsten Jahr die Bauarbeiten für viergeschossige Mehrfamilienhäuser und eine Seniorenwohnanlage beginnen. „Wir sind stolz darauf, dass mit allen bisherigen Bewohnern dort eine Einigung erzielt werden konnte, es zu keinem Rechtsstreit kam“, sagt Klein.

Wenn im nördlichen Teil des Wiesenviertels, der nicht abgerissen werden soll, Häuser leer stehen, werden diese kernsaniert, erhalten zum Beispiel eine neue Heizung, Leitungen, Fenster und Türen. Aber auch um die Bewohner herum finden in Häusern Arbeiten statt, damit diese ihr Heim nicht verlassen müssen, in dem viele der Mieter seit über 50 Jahren leben. „Wir versuchen das dann, so verträglich wie möglich abzuwickeln, stellen beispielsweise Dusch- und Sanitärcontainer auf.“

Noch in diesem Jahr werden Arbeiten an der Krahnenburgstraße starten. Die Mehrfamilienhäuser dort erhalten neue ausgebaute Dach­geschosse und Balkone. Weitere Häuser werden zudem dort als Anbauten errichtet und somit 16 neue Wohneinheiten geschaffen.

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