RRX-Pläne für Düsseldorf Kalkum und Lichtenbroich werden vorgestellt.

Bau des RRX : RRX-Pläne für Kalkum und Lichtenbroich liegen aus

Geplant sind ein Ausbau der Gleise und der Bau von Schallschutzwänden. Bürger können ab 2. September Anregungen geben.

Die Planungen für die Trasse des Rhein-Ruhr-Express (RRX) schreiten voran. Die Bezirksregierung Düsseldorf wird nun als nächsten Verfahrensschritt die Planfeststellungsunterlagen für den sechsgleisigen Ausbau zwischen Unterrath und Kalkum öffentlich auslegen. Diese können vom 2. September bis 1. Oktober im Amt für Verkehrsmanagement, Auf’m Hennekamp 45, Zimmer 11.02 eingesehen werden. Alternativ werden die Pläne online veröffentlicht unter https://evit-net.de/RRX_PfA_3-0a. Die Bürger haben dann bis zum 15. Oktober die Möglichkeit, Einwendungen und Stellungnahmen abzugeben.

Da die Unterlagen recht kompliziert sind, wird die DB Netz AG als Antragstellerin ihre Pläne den Bürgern bei einer Informationsveranstaltung erläutern. Diese findet am Mittwoch, 4. September, von 18 bis 19.30 Uhr im Pfarrsaal der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde, Wanheimerstraße 54, statt. Darüber hinaus bietet die DB Sprechstunden mit Experten während der Zeit der Offenlage in der Bezirksverwaltungsstelle an der Münsterstraße 519 an. Die Termine dazu stehen online unter www.rheinruhrexpress.de.

Der geplante Trassenabschnitt beginnt in Unterrath südlich der Straßenüberführung Kieshecker Weg. Er endet an der Grenze zwischen Kalkum und Angermund. In Höhe des Düsseldorfer Flughafens soll er auf sechs Gleise ausgebaut werden. Die beiden neuen Gleise werden durch eine bestehende freie Röhre unter der südlichen Start- und Landebahn des Flughafens hindurchgeführt. Für den RRX entsteht in diesem Abschnitt auch ein zusätzlicher Bahnsteig am Flughafenbahnhof, ein weiterer Bahnsteig wird darüber hinaus umgebaut.

Im Bereich des ehemaligen Bahnhofs Kalkum ist der Neubau eines Kreuzungsbauwerkes geplant. Grund für dieses Bauwerk ist der Wechsel von Linien- auf Richtungsbetrieb zwischen Düsseldorf und Duisburg. Ohne dieses Bauwerk müssten die Züge über mehrere Gleise wechseln und würden sich gegenseitig behindern. Von hier aus wird der sechsgleisige Ausbau bis Angermund fortgeführt.

In Lichtenbroich ist auf der östlichen Seite der Schienen eine Schallschutzwand mit einer Länge von rund 900 Metern und einer Höhe von sechs Metern geplant. Diese wird in Teilen mit dem vorhandenen Wall kombiniert. In Kalkum sieht ein Schallgutachten auf der westlichen Seite eine Schallschutzwand mit einer Länge von 650 Metern und ebenfalls einer Höhe von sechs Metern vor. Auf einer Länge rund 1,8 Kilometern soll zusätzlich das besonders überwachte Gleis eingesetzt werden. Hierbei wird der akustische Zustand der Schienen jährlich gemessen. Ist ein Grenzwert überschritten, werden die Schienen wieder glatt geschliffen.

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