Die Rheinwohnungsbau baut am Sermer Weg in Düsseldorf neue Wohnungen und eine Kita.

Wohnungsbau in Düsseldorf : Eine Siedlung verändert ihr Gesicht

Rund um den Sermer Weg entstehen neue Wohnungen und eine vierzügige Kita.

Seit fünf Jahren gestaltet die Rheinwohnungsbau Gesellschaft, die rund 6200 Wohnungen bewirtschaftet, die Wohnsiedlung rund um den Sermer Weg neu. Einige der Gebäude aus den 1950er Jahren wurden inzwischen kernsaniert, erhielten unter anderem neue Fenster, Dächer, Leitungen, Fassaden und Balkone. Insgesamt wurden so 24 Wohnungen modernisiert und in einem neu gebauten, fünfstöckigen Mehrfamilienhaus 20 öffentlich geförderte Wohnungen errichtet.

Ursprünglich war geplant, weitere Wohnhäuser grundlegend zu sanieren. „Die Qualität der Bausubstanz ist aber viel schlechter als angenommen. Die Sanierungen würden deshalb fast so teuer wie ein Neubau sein“, sagt Thomas Hummelsbeck, Geschäftsführer der Rheinwohnungsbau. Zudem sind die Wohnungsgrundrisse nicht mehr zeitgemäß. Deshalb wurde nun ein neues Konzept erstellt, dem die Bezirksvertretung 6 mehrheitlich zugestimmt hat. Die veränderte Planung sieht nun den Abriss der Bestandsgebäude und den Neubau von sechs viergeschossigen Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 65 Wohnungen und zwölf dreigeschossigen Reihenhäusern, die später verkauft werden sollen, vor. Durch das Vorhaben werden verschiedene Wohnungstypen geschaffen, die unterschiedlichen Wohnbedürfnissen gerecht werden.

Geplant sind zudem eine Tiefgarage mit 79 Stellplätzen, mehr als 220 Fahrradstell-Plätze und eine zweigeschossige Kindertagesstätte. Dort sollen vier Kitagruppen Platz finden. Damit kann die zuletzt angespannte Lage bei der Kinderbetreuung in Lichtenbroich verbessert werden. Plätze waren knapp geworden, da viele Flüchtlingsfamilien mit Kindern im Stadtteil untergebracht wurden und viele neue Gewerbe- und Bürostandorte im Umfeld entstanden, so dass auch für die Kinder der Mitarbeiter Betreuungsmöglichkeiten gesucht wurden. Von dem Bauvorhaben sind 32 satzungsgeschützte Bäume betroffen, die Ersatzpflanzungen erfolgen in Absprache mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt.