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Der Rotary Club Düsseldorf Pempelfort unterstützt seit zehn Jahren die Grundschule Lichtenbroich.

Engagement für Kinder in Düsseldorf : Wo Lesen zum Vergnügen wird

Seit zehn Jahren unterstützen die Rotarier aus Pempelfort die Leseförderung an der Grundschule Krahnenburgstraße in Lichtenbroich. Das Projekt macht allen Beteiligten viel Spaß.

Konzentriert liest der achtjährige Omar aus seinem Buch über das Erdmännchen Tafiti vor. Oliver Haubrich hört aufmerksam zu, lobt den Schüler und stellt ab und zu eine Verständnisfrage, um sicher zu sein, dass Omar auch verstanden hat, was er da liest. Haubrich ist allerdings kein Lehrer an der Grundschule Krahnenburgstraße, sondern engagiert sich dort ehrenamtlich als Mitglied des Rotary Clubs Pempelfort.

Dieser ist vor zehn Jahren eine Kooperation mit der Schule eingegangen und seitdem besuchen die Rotarier im Schnitt einmal im Monat mit mehreren Personen die Schüler der dritten Klassen, um diese in kleinen Gruppen beim Lesen lernen zu unterstützen. „Das ist einfach ein Gute-Laune-Projekt. Ich gehe hier immer fröhlicher raus, als ich hinein gegangen bin“, sagt Haubrich. Aber auch bei den Jungen und Mädchen kommt die Aktion sehr gut an. „Bisher wollten die immer, dass ich weitermache, auch wenn es schon zum Schulstundenende geklingelt hatte.“

Der Rotary Club Pempelfort unterstützt viele Projekte, zumeist mit Geld. Vor zehn Jahren kam aber der Wunsch auf, sich auch persönlich zu engagieren. „Mit der damaligen Vorsitzenden Ingrid Burkhardt-Richter habe ich mir lange Gedanken gemacht, was dafür geeignet sein könnte.“ Etwas mit Kindern sollte es sein und langfristig. Und so kam man – nach einem Hinweis durch den Sozialdezernenten Burkhard Hintzsche – auf die Grundschule in Lichtenbroich. „Ein Glücksfall für uns, denn Lesen ist ein Schwerpunkt an unserer Schule und das Engagement der Rotarier dazu ist großartig“, sagt Schulleiterin Evelyn Georgi.

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Denn die Rotarier bringen sich auf vielfältige Weise ins Schulleben ein. Sie haben zum Beispiel maßgeblich zur Ausstattung der Schulbücherei beigetragen, rund 1200 neue Bücher dafür nach und nach gespendet. Jedes Jahr erhält jeder Zweitklässler ein Buch, mit dem später im Unterricht gearbeitet wird. Die Ergebnisse, wie beispielsweise kleine Theaterstücke oder Bilder, werden anschließend den Lesepaten vorgestellt. „Danach verzeichnen wir ein deutlich stärkeres Interesse der Schüler an der Nutzung der Bücherei, haben einen richtigen Schub bei den Ausleihen“, sagt Georgi.

Das hat die Schulleiterin ermuntert, das Lese-Projekt nun auch noch auf die ersten Klassen auszuweiten. Die dafür benötigten Materialien wurden von den Rotariern finanziert. Diese haben auch zum 10-jährigen Bestehen der Kooperation jedem der 310 Schüler ein gebundenes Buch geschenkt. „Die Notwendigkeit des Lesens hat sich auch in den zehn Jahren nicht geändert – dass Bücher viel Freude machen, aber auch nicht“, sagt Burkhardt-Richter.